Donnerstag, 30. Oktober 2014

Wie man früher wohnte...

Ihr seid so lieb, ich muss mich nochmal herzlich bei meinen lieben (alten und neuen) Lesern bedanken, die mir so warme Worte in die Kommentare geschrieben haben. Ich bin wirklich gerade in einer Lebensphase, in der viel ansteht und einige Weichen gestellt werden müssen. Und ich tue mich da unheimlich schwer, irgendwie fehlt manchmal die Leichtigkeit....oder liegts am dunklen Herbst?

Wenn ich morgens aus dem Haus gehe, ist es zwar nicht wirklich dunkel, aber hell auch nicht. Und abends wenn ich nach Hause komme ist es definitiv dunkel und es ist komisch das Zuhause fast nur im künstlichen Licht zu sehen.

Am Wochenende waren wir in einem Museum, das alte Einrichtungen aus Großmutters oder eher noch aus Urgroßmutters Zeiten zeigt. Schöne alte massive Holz-Möbelstücke in alten erhaltenen Häusern der damaligen Zeit. Alles sieht aus, als wären die Bewohner nur mal eben kurz weg gegangen. 

Und wenn  mir auch das alte Vintage-Möbiliar eigentlich sehr gefällt, so habe ich dann doch bemerkt, dass es mir nur gefällt, weil wir heute so schön bequem wohnen. Denn wenn man die guten Stücke in ihrer ursprünglichen Umgebung sieht, denkt man ganz schnell an ein sehr hartes und arbeitsreiches Leben mit vielen Entbehrungen...und man ist froh, dass man die Zeit nicht erleben musste, wirklich wahr. Kein Strom, kein fließend Wasser. Keine Toilette im Haus und natürlich auch noch kein Bad.
 Hygiene war damals noch ein Fremdwort. Die Kinder wurden im Haus geboren, oft genug gab es in der Familie Totgeburten oder die gebärende Mutter starb kurz darauf.


Die Schlafkammer oft feucht und kalt, die Betten für unsere Verhältnisse extrem schmal. Der Raum insgesamt sehr eng. Heizung? Fehlanzeige.

Krankheiten wie Typhus waren an der Tagesordnung. Das Penicillin wurde zwar 1928 entdeckt, kam aber erst im zweiten Weltkrieg zur Anwendung.




Die Küche: nun ja, schnuckliger Herd für unsere Begriffe heute, aber mal ehrlich: nur zum Angucken oder gelegentlich mal Kochen...






Die Garderobe - die Handtasche ist klasse, oder? ;-)



Und die gute Stube, die auch gleichzeitig Küche ist. Mit dem Christuskreuz, das nicht fehlen durfte.



 Oder das Ganze konnte auch so aussehen:


Küchenecke mit Spülstein





Nochmal eine gute Stube, dieses Mal mit einem Divan. Solche hat man ja heute wieder, aber doch in einer weichen bequemen Variante. Dieses Teil hier war sehr robust und ziemlich hart, nicht wirklich zum Einkuscheln.




Und draußen steht das Transportmittel Nr.1: der Leiterwagen


 Noch ein paar Herbstäpfelchen zum Schluss. 

Mich haben diese Eindrücke aus anderen Zeiten ziemlich beeindruckt. 

In den meisten Häusern wohnte im Erdgeschoss das liebe Vieh - also da waren nur Stallungen. Und über eine kleine steile Holztreppe oft ohne Abschlusstür ging es dann ein Stockwerk höher nahtlos zu der Küche und dem Schlafzimmer, alles in Miniatur (für unsere Begriffe heute) und da wohnte dann ja meist eine mindestens 6-köpfige Familie drin. Wahnsinn!



Ob die Menschen in 100 Jahren wohl auch unsere Wohnungen und Häuser besichtigen werden und sich dann die Haare raufen und sich fragen, wie man denn in aller Welt nur so spartanisch wohnen konnte?

Könnte ich mir schon vorstellen...



Donnerstag, 23. Oktober 2014

Herbst-Deko und Leben ist Risiko

Wer von uns strebt nicht nach Sicherheit? Jeder von uns sichert sich gegenüber (fast) allen möglichen Gefahren ab, denn Sicherheit schafft Ruhe. 

Ich möchte mich da voll mit einschließen, denn wie oft habe ich es schon verflucht - mein Sicherheitsbedürfnis? 

Denn wenn jedes Risiko ausgeschaltet ist, kann nichts mehr wachsen, alles wird im Keim erstickt.



Dazu ein schöner bildlicher Vergleich von William Shed:  

Ein Schiff, das im Hafen liegt, ist sicher. Aber dafür sind Schiffe nicht gebaut.






Wie wahr. Denn auch wir müssen immer wieder Neues erkunden, sonst wird es eingefahren, monoton, langweilig, oder? Riskieren ist ein großes Wort, man denkt dann immer gleich an einen schlimmen Ausgang, deshalb ist vielleicht drückt es etwas wagen besser aus. 








Wir sollten jeden Tag etwas Neues wagen. Beim Wagen gibt man etwas von sich Preis, wagt sich sozusagen aus seinem Schneckenhaus heraus und riskiert auch verletzt zu werden. Das ist es ja gerade, was man fürchtet, oder?

Doch wer sich immer und überall zu 100% absichern möchte, könnte das Leben verpassen. Daran denke ich in letzter Zeit häufig. Hat man in seinem Leben nicht viel zu wenig gewagt? Wie geht es Euch, seid Ihr schnell entschlossen und spontan oder wägt auch Ihr zu viel ab?
Die Frage Und wenn es schief geht? lähmt uns oft. 
 
Und bei mir stehen gerade eine Reihe von Entscheidungen an ...

Aber brauchen wir nicht auch Rückschläge, um uns weiterzuentwickeln? Was habt Ihr alles schon gewagt? Und ist es bei Euch gut ausgegangen?
 
 

Es ist jetzt nicht ganz einfach eine Überleitung zu meinen Herbstdekofotos zu finden, deshalb versuche ich es auch nicht. ;-)
 Schaut Euch einfach bei mir um. Der Drahtkorb ist vom Flohmarkt und die Zierkürbisse vom Bauern.






Sehr schlicht gehalten, wie ich finde und wie es mir gefällt. 
Mein ganzer Stolz ist die Milchflasche, sie stammt aus Frankreich, ist toll beschriftet und einfach ein Hingucker, mein Mund stand weit offen, als die Frau mir sage, sie wolle dafür 1 €. Wie bitte???



Her damit, auch wenn's mehr kostet....
 


 Meine neueste Deko ist diese hier:




Einfach zwei alte Buchseiten (oder Zeitungsartikel) als Hintergrund nehmen und darauf eine schöne Bleistiftzeichnung (gibts im Netz) drucken. Das ist übrigens eine Inspiration von Pinterest, ich weiß nur nicht mehr die genaue Quelle...




Die schlichten Arznei-Fläschchen mag ich übrigens sehr. Sie passen überall so schön und sind auch mit Blümchen hübsch.



Ich mag Nashörner...wirklich...obwohl ich außer im Zoo noch nie eins in Natura gesehen habe. Sie sehen irgendwie ein bisschen vertrottelt aus und ein Junges ist furchtbar drollig. :-)

Freue mich, von Euch zu lesen.


 













Sonntag, 19. Oktober 2014

Thai-Pfanne mit Reis

Danke für Eure lieben Kommentare! Ich präsentiere Euch heute eine Thai-Pfanne, die ich schon jahrelang immer mal wieder mache. Es ist also ein erprobtes asiatisches Gericht mit einem herrlichen Aroma. Wir lieben es. 

Man kann es mild, scharf oder waaahnsinnig scharf zubereiten, gerade wie man möchte. Wir machen es meist mild, aber schärfer wenn es draußen kalt ist. Dann ist das ein richtiger Aufwärmer. Und asiatische Feinkost gibt es ja jetzt schon in fast jedem Supermarkt.

Ich bin natürlich verwöhnt und habe einen extra asiatischen Markt in der Nähe, aber man braucht es wirklich nicht unbedingt.




Also welche Zutaten braucht man für 4 Personen?

350g Basmati-Reis
500g Hähnchenbrustfilet
1/2 l Kokosmilch
Sojasprossen, frisch oder aus dem Glas
Thai-Basilikum, frisch oder als Gewürz im Feinkostregal
2 TL grünes Curry (gibt es mild oder scharf)
3 Karotten
Sojasauce
1 rote Paprika
1 Zitronengras
2 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer



Wie geht man am besten vor?

Alles außer dem Reis wird ein einer großen Pfann oder einem Wok zusammen zubereitet.

Das Fleisch in längliche Häppchen schneiden und in der Pfanne scharf in etwas Öl anbraten (kann Sesamöl sein, muss aber nicht). Dann das grüne Curry in die Pfanne geben. Hier könnt ihr von der Menge her variieren wie ihr mögt. Wer das scharfe grüne Curry kauft, sollte nicht mehr als 2 TL nehmen, beim milden kann man ruhig viel mehr nehmen. Knobauchzehen in die Pfanne dazupressen. 


Den Reis nicht vergessen. Einfach ca. 3 Tassen Reis auf 6 Tassen Wasser mit Salz köcheln.



In die Pfanne/Wok nun die geschnippelten Karotten und die in Stücke geschnittene Paprika
 geben und das Zitronengras (wird zum Schluss wieder entfernt). Weiter zugedeckt köcheln lassen. Das frische Thai-Basilikum (oder das Gewürz) waschen, schneiden und in die Pfanne geben. Dann die Kokosmilch mit 1/8 l Wasser und dann die gewaschenen Sojasprossen dazugeben.



Zum Schluss mit Sojasauce, Salz und Pfeffer abschmecken und alles zugedeckt noch 5 min köcheln lassen. Fertig!




Ähm ich muss zugeben, als ich es dieses Mal gemacht habe, war es eindeutig zu scharf.
Augenträn, Schnief,....aber sowas von gut!   ;-)

Wer möchte, kann auch noch Ingwer dazugeben, ich hatte keinen im Haus, schmeckt dazu aber auch supergut!


 



Mittwoch, 15. Oktober 2014

Mustermittwoch

Heute melde ich mich nach einem Päuschen zurück mit ein paar Mustern zum allerliebsten Mustermittwoch von Michaela
Das erste Muster lässt mich gleich in Sehnsucht schwelgen, denn ich habe es in einem wunderschönen alten Landhaus in Frankreich fotografiert. Sind die Bodenfliesen nicht der Wahnsinn?? 




Sie sind auf meine Nachfrage um die 100 Jahre alt und fast im ganzen Hausflur komplett erhalten.

Das zweite Muster ist von einer Lieblingsspitzendecke. Ich und Spitze? Hatte damit eigentlich nichts am Hut, aber dieses graue Muster finde ich einfach genial und passt wunderbar auf den dunkelbraunen Holztisch.



Zu diesem letzten Muster muss ich dazusagen: es stammt von einem von mir ausrangierten Kleidungsstück, eine Bluse, die mir zu eng geworden ist und in der ich mich nicht mehr so wohl fühle. Das Muster finde ich allerdings immernoch toll, daher möchte ich daraus etwas anderes schneidern. Nur was? So wahnsinnig viel Stoff ist da natürlich nicht dran...



Ich werde gerade verrückt. Ein freier Tag und dann dieser Bauarbeiter-Lärm da draußen. Am Nachbarhaus wird die Fassade neu gestrichen und die lieben Herren da draußen auf dem Gerüst haben quasi ihr Animationsprogramm dabei, damit die Zeit herumgeht. Irgend so ein nervenaufreibendes ohrenbetäubendes Gedudel... Augenroll...;-))






Sonntag, 5. Oktober 2014

Romantischer Herbst in der Eselsmühle und zwei Nähprojekte fertig

Meine lieben Harmonie-Pur-Leser(innen), heute werde ich Euch mit Bildern zuballern, so. Ich war nämlich in der Eselsmühle, ein superromantischer Ort im Grünen, so richtig zum Wohlfühlen, ihr werden gleich sehen und ich habe ein kleines Nähprojekt hinter mir. 
Also zur Eselsmühle, die Mühle selbst ist nicht mehr in Betrieb, aber das Ganze ist ein romantischer Bauern- Gutshof, der liebevoll einerseits ein Ausflugslokal ist, andererseits auch eine Lokalität für Hochzeiten etc. Außerdem gibt's hier ein Lädchen mit soo hübschem Geschirr und frischem Brot und Gemüse, alles in Bio-Qualität und superlecker. Und dann ist es so richtig ländlich mit Eseln (natürlich), freilaufendem Federvieh, Pferden, Katzen etc.


 Die Krüge bzw. Kannen haben es mir ja angetan, ich bin sicher, ich werd mir die mintgrüne das nächste mal schnappen.


Und die hübschen Auflaufschalen. Da hat es mir die hellgraue angetan.

Erst mal Platz nehmen...der Herbst hat auch schon Einzug gehalten.


Das Tischsträußchen war echt fotogen, findet ihr nicht?



Unverzeihlich ist nur: ich habe glatt vergessen, unser Mittagsmahl zu fotografieren. Wirklich wahr. Ich hatt eine Kartoffelsuppe und danach einen Mohnkuchen mit Getreidekaffee. Wahrscheinlich war ich einfach so hin und weg, dass ich den Fotoapparat beiseite gelegt habe. Ihr könnt es Euch ja vorstellen...

 

Schaut mal, so sitzt man da fantastisch im Grünen.

 

  Ab und zu kommt ein Huhn vorbei...


Mann kann sie auch streicheln oder zuhören, was sich Hahn und Henne so erzählen.


Dreht mal den Kopf ein wenig nach links - so hier seht Ihr Schafe, gar nicht weit, gemütlich grasen, mit einem enormen Schafspelz.


Ach und hier noch mehr Federvieh, auch gar nicht schüchtern.


Jetzt heißt die Mühle, Eselsmühle, und ich habe euch noch keinen gezeigt. 

Hier sind die Racker, sehr klug und schelmisch dazu...


Wunderbare Tiere, am liebsten hätte ich sie mit in unseren Garten genommen.



Für eine größere Familienfeier war auch hübsch herbstlich dekoriert.





Noch ist das Laub dran und schimmert goldgelb, aber nach dem ersten Herbststurm sieht das dann kahler aus.
 



Dem weichen Pferdemaul ist's egal...



Nun noch schnell zu meinem kleinen Nähprojekt. Ich habe mir ja vorgenommen, nur noch Stoffe von abgetragenen Kleidungsstücken zu verwerten.

Hier präsentiere ich Euch ein abgelegtes kariertes Hemd von Hr. Harmonie-Pur und ein Hängekleid von mir. Beides gar nicht so häufig getragen und irgendwie noch verwertbar.


Also habe ich einen Loop-Schal draus gemacht. Außen der karierte Stoff, innen der Kleidchenstoff.

So siehts aus, nicht ganz so fotogen, da Handy-Foto...


Und dann noch eine kurze Hose, wie man sie ja jetzt mit langen Strümpfen oder Leggins drunter trägt, wenns kühler ist. Ich habe einfach eine schwarz/graue Jeans abgeschnitten und umgenäht. Und es sieht angezogen echt aus wie gekauft. Und das war wirklich ratz fatz genäht. 

Ich freue mich echt auf den Herbst, wenn es so sonnig weitergeht.
Eine schöne Woche wünsche ich Euch,