Montag, 22. September 2014

Ausflug zum Kloster Maulbronn

Ich möchte mich bei Euch ganz lieb für Eure Kommentare und Meinungen zum Thema Heimat bedanken! Ihr glaubt nicht, wie ich mich bei jedem einzelnen aufs Lesen gefreut habe. Es ist einfach schön, auch solche Dinge auf einem Blog teilen zu können.

Gerade habe ich es mir hübsch gemütlich gemacht mit einer Tasse Tee am PC und schaue mir die Eindrücke aus dem Kloster Maulbronn an. Ein wirklich lohnender Ausflug für alle von Euch, die mal in der südlichen Ecke von Deutschland sind.

 


Das Kloster Maulbronn ist das besterhaltenste Kloster nördlich der Alpen. Es war mal ein Zisterzienser-Kloster. Über 400 Jahre lang. Mit dem Bau wurde im 12. Jh begonnen. Hallo? 12. Jahrhundert und solch ein Bauwerk? Wir waren alle von den Socken!




Die Klosteranlage ist nicht gerade klein....und so  entwickelte sich schnell zu einem wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Machtzentrum der Region. Heute gehört es zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist eine Mischung aus gotischem und romanischem Baustil.


 Heute ist es nicht mehr als Kloster "in Betrieb", beherbergt aber ein Internat und im großen Hof steht auch das Rathaus der Stadt und andere Wirtschaftsgebäude. Auch der Klostergarten ist einen Besuch wert und natürlich die Kirche. Von drinnen habe ich nur wenige Aufnahmen, weil alles recht dunkel wirkte.


Dieses Foto stammt nicht von mir sondern von Wikipedia, habe nämlich gerade festgestellt, dass ich gar keine große Außenaufnahme gemacht habe...



Auch draußen kann man gut spazierengehen. Sehr idyllisch und kein Massenandrang. Gut, in den Sommerferien mag es etwas voller sein, aber da die Anlage riesig ist, verläuft es sich...




Die Kirche und die Chorstühle sind sehr mystisch. Die Kirche war zu Zeiten der Mönche gänzlich ungeschmückt, ohne Schnörkel etc, damit die Mönche durch Nichts und Niemanden von der Andacht abgehalten wurden.




Wenn Ihr mal vorbeikommt, macht eine Führung mit. Auf eigene Faust (das machen wir zwar oft so) ist alles nur halb so schön, es bleibt auch länger im Gedächtnis, wenn man kleine Anekdoten erfährt... 






Eine Führung dauert eine Stunde und es ist auch ratsam, eine Jacke mitzunehmen, denn es ist unvorstellbar, wie kühl es in den Räumen ist (und als wir dort waren, waren draußen 28 °C!).
Für die Mönche damals muss es schlimm gewesen sein. Es gab nur einen geheizten Raum im ganzen Kloster. In der Kirche, in den Schlafräumen etc. war es immer unbeheizt. Zum Schlafen auf den Pritschen hatten sie auch keine Decken, sondern nur ihren Wollmantel.



Hier bekommt Ihr noch mal einen Eindruck von der Anlage. Sie war durch Klostermauern geschützt.
Weiter oben befindet sich ein Fischweiher. Von dort bekamen die Mönche ab und zu Fisch zur Mahlzeit, denn Fleisch war ihnen verboten.


Der Klostergarten von weiter oben - tausende Kräuter gibt es hier zu bewundern.



 Gewaschen haben sich die Mönche 2 x pro Jahr an diesem Brunnen (damals gab es nur die untere Brunnenschale), an Weihnachten und an Ostern. Oh je, also von Ostern bis Weihnachten....ungewaschen..ähm tja, wie gut, dass wenigstens alle den gleichen Regeln unterworfen waren. ;-)




Also, wen das alles auch mal interessiert, kann sich in Maulbronn einen schönen Tag machen. Für das leibliche Wohl ist auf dem Gelände auch gesorgt. Hier erhaltet Ihr konkrete Besucherinformationen.

 Ich grüße Euch recht herzlich und herbstlich und wünsche Euch eine tolle Woche!







Donnerstag, 11. September 2014

Herbstpost - Heimat

Ein Ort, an dem man sich daheim fühlt. Was ist Heimat für Euch?

Lange Zeit kannte ich ein spezielles Gefühl der Heimat nicht, nun ja, man geht aus dem Elternhaus, studiert, möchte Neues kennenlernen, wohnt an vielen verschiedenen Orten, vielleicht auch im Ausland, macht seine Erfahrungen und fühlt sich immer dort wohl, wo man ist, wo Menschen sind, mit denen man sich versteht, wo man es sich hübsch eingerichtet hat. (Momentan wohnen wir
ca. 200 km vom Heimatort entfernt).

Ich kam damals zwar immer sehr gerne zum Elternhaus, dem verlässlichen Hafen und dem Ort der Geborgenheit zurück, aber hatte nicht das Gefühl, mit dem Dorf enger verbunden zu sein.



Erst in letzter Zeit kommt bei mir ein Gefühl des "Hingehörens" auf, an den Ort meiner Kindheit, der gefüllt ist mit Erinnerungen. Erst jetzt bedeutet mir auch das Dorf und seine Plätze etwas. Erst jetzt könnte ich mir vorstellen, auch irgendwann an diesen Ort zurückzukehren, dort wieder Wurzeln zu schlagen.



 Undenkbar war das einst für mich gewesen. "Altbacken" kam mir das einst vor. 



So denke ich ist jede Lebensphase anders. 
Sturm und Drang-Zeit und Ankommen.




Wenn ich nun an den Ort meiner Kindheit zurückkomme, sehe ich den Kindergarten, die Grundschule im Ort mit anderen Augen. Mit dem notwendigen Abstand, um vieles zu verstehen und auch mit viel Neugier, was sich dort seit damals alles geändert hat.




Ich bin dankbar, dass es einen solchen Ort für mich gibt.  Ich weiß nicht, wie es mal sein wird, wenn die Eltern nicht mehr (dort) sind, welche Gefühle der Ort dann in mir hervorruft. Ob man dann aus Schmerz nicht mehr an den Ort zurück möchte oder ob das Gegenteil der Fall ist?



Ich kenne einige ältere Menschen, die viel und gerne von ihrer alten Heimat erzählen. Meist sind das Orte, die sie schon vor über 50 Jahren verlassen haben und die sie nie oder nur sporadisch mal wiedergesehen haben. Und doch sprechen sie immer noch mit viel Herzblut davon.
Vielleicht weil es die Jugendzeit ist, die sie dort verbrachten...

Wie geht Ihr mir Heimat um? Was bewegt Euch, wenn ihr am Ort Eurer Kindheit seid oder habt Ihr vielleicht schon immer dort gewohnt und empfindet es als "so stimmig"? Würde mich alles sehr interessieren.....




Dienstag, 9. September 2014

Mein Vollmond

Ich weiß, ich bin schon einen Tag zu spät dran. Gestern war ein gigantischer Vollmond am Himmel, kurz nach dem Aufgehen ist er besonders groß und leuchtend. Und wunderschön golden stieg er über unserem Garten auf. Himmlisch. Besonders weil sich seine Oberflächenstruktur so gut abzeichnete. 

Also schnell die Kamera heraus geholt und mit Stativ und dem 300 mm Objektiv herumhantiert. Ich mag Madame Luna sehr gerne. Auch wenn ich trotz geschlossenen Rolläden in diesen Nächten immer sehr unruhig schlafe. Gehts Euch auch so?



Eine Gute Nacht wünsche ich Euch.

Angenehme Gedanken beim Einschlafen sorgen für eine erholsame Nacht!
 


Sonntag, 7. September 2014

Verblühte Rosen und Slacklinen

Hallo, ich melde mich etwas zerknirscht, weil ich die ganze Woche nichts von mir habe hören lassen. Ich war schwer beschäftigt, denn es war wirklich geniales Wetter, wir hatten Besuch und ich bin kaum zum Fotografieren gekommen. Meine verblühten Rosen muss ich Euch aber dennoch zeigen. Und von meinem Slackline-Versuch erzählen.

Ich mag Rosen, wenn sie am Verwelken sind, wenn die Blüten, die voller süßem Duft in zartem Rosa in voller Pracht dastanden, sich dann langsam verabschieden, wenn die Blütenblätter sich in einen zarten Cremeton verwandeln.

 

 So, jetzt zu meiner ersten Slackline-Erfahrung... 

Inmitten eines Apfelbaum-Gärtchens war ich eingeladen, um unter anderem auch mal auf einer Slackline zu balancieren. Wer nicht weiß, wovon ich rede...man spannt eine Slackline (ähnlich wie ein Seil, nur breiter, ungefährt wie ein Gurt) zwischen zwei Bäumen und versucht darauf zu stehen...oder zu gehen. Am Anfang wackelt es ziemlich und man hüpft ständig herunter. Deshalb ist die Slackline auch erstmal sehr niedrig.


Bei mir war die Line am Anfang wirklich nur Kniehoch. Dann gehts los, immer probieren hochzukommen und oben zu bleiben. Klingt nicht spektakulär, war aber witzig.

Viel mehr habe ich für den Anfang nicht hinbekommen. Stehen und zwei bis drei Schritte darauf gehen. Ich war aber schon stolz wie Bolle und werde es bald wieder probieren. Denn es macht viel Spaß und macht süchtig.


Und in einer so schönen Kulisse macht es nochmal doppelt so viel Spaß.


Leckere Äpfel wuchsen uns quasi in den Mund...;-)
Schlaraffenland.

Ich wünsche Euch eine schöne Woche, genießt den Spätsommer!


 







Sonntag, 31. August 2014

Wohnzimmer-Einblicke

Ich sage ein ganz liebes Hallo in die Runde und freue mich, wenn Ihr heute vorbeischaut, um einen Blick in unser (unfertiges) Wohnzimmer zu werfen. Ich kann Euch heute quasi 3 Wände bieten, den Rest gibts ein andermal, da es noch vööllig offen ist, was da hinkommt. Das Sofa ist ja relativ neu, und der Boden. Ansonsten mal wieder die Deko, obwohl ich es damit nicht übertreibe. Ich hätte zwar Lust, alles ständig umzugestalten, aber gerade leider keine Zeit dafür.




Und so haben wir's recht schlicht... Das einzige, was ich immer brauche, sind Blumen und Pflanzen um mich herum. Ein kleiner Strauß steht bei uns fast immer, manchmal auch mehrere.



Diese Wand hier ist unfertig. Hier stehen noch die Kisten auf dem Boden. Den großen Pflanzenübertopf habe ich vor kurzem selbst so designt. Er war terracottafarben und ich fand ihn in weiß/grau viel schöner...



Diese Schrankwand ist noch ein Überbleibsel aus einer Zeit, in der wir uns das erste Mal gemeinsam Möbel kauften, davor hatten wir immer so eine Einrichtungs-Mischung aus meinen und "seinen" Studententagen...
Im Hintergrund sieht man übrigens unsere Küche, sie ist pastellgelb.


Und natürlich den neuen Vinyl-Boden nicht zu vergessen.






Hier nochmal im Überblick. Wir haben sehr viele Fenster und zwei Terrassentüren im Wohnzimmer, da ist es immer etwas mühsam, Möbel zu stellen.

  

So jetzt nochmal Füße hoch und den letzten Rest des Wochenendes genießen.


Ich hoffe, Euch hat mein kleiner Einblick gefallen und Ihr schaut auch beim nächsten Mal wieder rein.

Winke winke und bis die Tage, genießt den Spätsommer noch!


Donnerstag, 28. August 2014

Salat-Variation und Spätsommer

Hurra, ich hatte heute frei es war ein wunderschöner Sonnentag und ich konnte mir den Tag so schön machen, wie ich wollte. Balkon aufräumen bei schönstem Wetter, einen gesunden Mittagssalat zubereiten, aber seht selbst, mit Tomate (eigene), Karotte, Salat und Mozzarella.




Als Getränk gab es dazu Rhabarbersaft-Schorle, gekauft, ja leider, aber ganz vorzüglich erfrischend.




Dann bin ich mit dem Fahrrad einfach so durch die Felder gefahren. Die mit Früchten vollbehangenen Bäume bewundern und fotografieren.




Und plötzlich sah ich am Wegesrand, da hing am Gartentörchen ein Korb mit kiloweise reifen Zwetschgen darin und ein Zettel auf dem stand: "Bitte bedienen" (habe leider vergessen, es zu fotografieren). Ist das nicht total nett? Ich wollte eigentlich welche fürs Wochenende kaufen, um einen Zwetschgenkuchen zu backen und jetzt bekam ich es einfach geschenkt... So toll, leider war niemand zu sehen sonst hätte ich gerne ein Schwätzchen gehalten.  



Die Apfelbäume tragen in diesem Jahr sooo viele Äpfel, dass manche Äste dem Gewicht gar nicht standhalten können und einfach abbrechen. Wahnsinn!



Und ein paar Himbeerchen probieren. Die gibt es immer noch zuhauf. Und richtig süß.



Und ich habe sehr viele Sonnenblumen gesehen, leuchtend gelb, bevor es wieder nach Hause ging.

Ach ja, dann habe ich noch Waffeln gebacken und habe Sachen hin- und hergeräumt, Fotos bearbeitet, ein wenig dekoriert. Einfach entspannend!

Nicht, dass Ihr denkt, mir gehts immer so gut, morgen arbeite ich wieder. ;-)






Sonntag, 24. August 2014

Süße Waffeln mit Resterdbeeren und Sahne

Wieder einmal habe ich Euch etwas Süßes mitgebracht. Kommt mal herein und setzt Euch dazu. Ich habe ja seit gestern ein belgisches Waffeleisen, das ich sofort ausprobieren wollte. 

Und das haben wir auch getan - nachdem wir eine kleine Radtour durch die Felder unternommen haben. Es war sonnig, wenn auch etwas frisch, und ich habe mal wieder die Felder, Wiesen und wilden Obstbäume bestaunt, die es hier wirklich überall gibt. Die Fotos dazu zeige ich Euch ein andermal. 

Nach 2 Stunden heftigem in die Pedalel treten war ich schon an meine Grenzen gestoßen...und tröstete mich mit dem Gedanken an die bevorstehenden Waffeln...

Nur DESHALB habe ich es überhaupt wieder nach Hause geschafft! ;-))



Die mitgebrachten Blümchen ließen ein bisschen die Köpfe hängen, aber dann haben sie sich wieder aufgerichtet.


  
Das Waffeleisen backt einwandfrei und klebefrei sehr leckere, dicke und fluffige belgische Waffeln.




Cross oder auch nicht, wie man es gerne mag.



  
Wir hatten etwas weniger als 12 Waffeln, die noch keine so einheitliche Form hatten, da ich noch nicht wusste, wie der Teig verläuft ....;-)




Die kleinen Erdbeeren habe ich noch von meiner hängenden Erdbeerpflanze geerntet. Mini aber sehr aromatisch.




Und so mag ich Euch noch mein Waffelteig-Rezept geben, ich weiß, es gibt unzählige, aber dieses schmeckt uns am besten:

125 g Butter
80 g Stevia-Zucker
3 Eier
1 EL Joghurt
Messerspitze Natron
Messerspitze Zimt
1/2 TL Backpulver
250 ml Milch
250 g Mehl


 


 Erst Butter, Zucker und Eigelbe schaumig rühren, dann Joghurt, Zimt und Natron dazugeben.
Danach Milch und Mehl langsam und anteilig hinzugeben und weiterrühren.
Zum Schluss das geschlagene Eiweiß unterheben. Fertig!




Das nächste Mal mache ich mehr, das ist jetzt schon klar...

Ich hoffe, Ihr habt den Sonntag auch so schön verbracht und freut Euch auf die neue Woche!