Samstag, 9. Juli 2016

Mein Sommer - beste Zeit überhaupt

Der Sommer lässt grüßen, grillen, baden, barfuß durchs picksige Gras, Heuduft in der Nase, was gibt es Schöneres?

Flower vector designed by Freepik


Über den Sommer können wir uns hier nicht beklagen, die Sonne brennt, den ersten Sonnenbrand habe ich schon hinter mir (worauf ich Dödel nicht stolz bin) und dieses Jahr bin ich stolze Besitzerin einer Freibad 12-er-Karte. Damit ich auch genötigt bin, mindestens 12 mal schwimmen zu gehn. Und wie ich das sehe, wird das überhaupt kein Problem. Ich gehe immer, wenn am wenigsten los ist, früh morgens, spät abends oder um die Mittagszeit und bisher konnte ich immer ungestört meine Bahnen ziehen. Langweilig finde ich das gar nicht. Es liegt mir besser als Joggen, denn Wasser ist irgendwie mein Element, immer schon gewesen. Und so versuche ich auch 60 min tough durchzuschwimmen. Das Bad ist echt toll, so idyllisch im Grünen gelegen, ich liebe es, mich dort vor mich hin zu träumen.



Oft habe ich das halbe Becken für mich alleine oder mit ein paar Menschen, die das Bewegen im Wasser genauso lieben. 


Die Temperatur des Wassers ist angenehm, nicht zu warm und nicht zu kalt. Nach einer kleinen Dusche stürze ich mich immer in die Fluten und könnte jauchzen vor Freude.




Melone könnte ich gerade dauernd essen, sie erfrischt einfach wunderbar!
Und Slush-Eis habe ich daraus auch schon gemacht.




  

Mohnblumen sprießen überall, sogar an urbanen Stellen, wo man sie gar nicht vermutet. Und sie machen sooo gute Laune, findet ihr nicht?




Einige Radausflüge haben wir schon gemacht, immer gerne durch die Felder mit Wiesen und Obstbäumen. 




Das Gras ist gemäht und der Bauer wartet bis das Heu gut getrocknet ist und er es einfahren kann.
Denn im Winter freut sich das Vieh über solche Sommer-Leckerbissen!




Wegen mir kann der Sommer so weiter gehen...

Ich wünsche Euch wunderschöne Stunden auf der Terrasse, im Garten, auf dem Balkon oder am Strand!





















  

Samstag, 2. Juli 2016

Berge voller Rosen

Dieses Jahr scheint ein Rosenjahr zu sein. Kaum habe ich es bemerkt, blühen in unserem Garten die Rosenstöcke ohne Ende. Wirklich wahr. Ich weiß kaum noch wohin mit der wunderschönen Rosenpracht. Es wurden schon Sträuße gebunden und verschenkt und Sträuße in der Wohnung dekoriert. Ein wunderbarer Rosenduft weht durch unsere Räume.

 

Heute nun habe ich bemerkt, dass es viele fast abgeblühte Rosen gibt und da hatte ich die Idee, die verblühten Rosenblätter zu pflücken, zu sammeln und zu trocknen. Denn die letzten Jahre hatte ich in hübschen Behältern getrockenete Rosenblätter gesammelt, in die man im tiefsten Winter tief hineinatmen konnte und schon war der Sommer wieder da! Genial!





Ich habe also Berge von Rosenblättern zum Trocknen ausgelegt und warte nun geduldig, bis sie getrocknet sind. Dann werde ich sie abpacken, einen Teil in die Wäsche legen in hübschen Säckchen und den anderen Teil in feine leere Cremedosen abfüllen. Herrlich!




Und die Rosensaison ist noch lange nicht zu Ende.....



Ein schönes Wochenende wünsche ich Euch allen,
eine torreiche Fußballparty und 
einen supersonnigen entspannten Sonntag!




Sonntag, 5. Juni 2016

Wie geht es mit uns Bloggern weiter?

Als ich 2012 mit meinem Blog loslegte, wollte ich meine kreative Seite mit meinen Lesern teilen. Da ich sehr viele Interessen hatte und habe, wollte ich mich thematisch nicht festlegen. Mal ein DIY, mal ein Rezept und immer viele Fotos. Auch nachdenkliche und kritische Worte und ab und an auch ein Hadern mit Alltagssituationen und dem Leben im allgemeinen. Das echte Leben eben, wenn ich auch zu persönliche Themen immer außen vor ließ. Ich folgte ungefähr 50 anderen Blogs, was eigentlich schon viel zu viel ist, um WIRKLICH an jedem Blog Anteil zu nehmen und sinnvolle Kommentare zu hinterlassen. Aber von anderen Bloggern weiß ich, dass sie z. T. sogar über 100 anderen Blogs folgen. Es ist ja auch verlockend, denn es gibt sooo viele bombastisch gute Blogs von Euch allen! In den letzten 4 Jahren sind von den 50 plus/minus ein paar Variationen in den Jahren, ungefähr nur noch 20 aktiv!



Habt Ihr Euch schon einmal gefragt, ob sich Eure Vorliebe für bestimmte Blogs/Blogthemen in den letzten Jahren geändert hat? Und, wie erlebt Ihr das?


Ich für mich kann sagen, dass sich meine Vorliebe für authentische Blogs in den letzten Jahren verstärkt hat. Am Anfang meiner Blogzeit bin ich vielen Schön-Färberei, Eia-Popeia, Pure-Familien-Idylle und Deko-Perfektions-Blogs gefolgt. Dann konnte ich das nicht mehr verkraften. Ich mag weiterhin schön inszenierte Fotos, aber es muss auch eine Information im Text mit herüberkommen. Und nicht nur - "ach ja, wir lassen's uns gutgehen" und dann himmlische Fotos, die aus Wohn- oder Modezeitschriften stammen könnten.


Ich folgte auch Blogs, die meinten, die Patentlösung für das Leben schlechthin parat zu haben, die mit einfachen Parolen versuchten, Leute zu ködern und Sie glauben lassen, jeder könne ein glückliches und erfülltes Leben führen, er müsse es eben nur wollen und Gott mache dann den Rest. Ganz so einfach ist das Leben dann doch nicht. Eine solche Demagogie halte ich für gefährlich und sah meine Meinung dann in den Kommentaren unter dem Blogbeiträgen auch meist bestätigt. 

 

Wenn ich jetzt schon am kritisieren bin: ganz untendurch sind bei mir Blogs, die irgendwelche Klamotten und Accessoires oder Dekoteile hübsch zusammenstellen und sagen, dass sie diese Produkte toll finden. EHRLICH: warum sollte ich das dann genauso toll finden? Ähm, diese Masche funktioniert bei mir NULL und ich fühle mich immer vergackeiert, wenn ich wieder auf so eine Zusammenstellung von Produkten stoße. Die Person hinter dem Blog kann sehr sympathisch und nett sein, aber der Blog ist dann bei mir unten durch. Wahscheinlich funktioniert die Methode bei anderen und die Blogger machen doch einen gewissen Umsatz, wenn Leser die empfohlenen Produkte kaufen. Jetzt nichts gegen Geldverdienen beim Bloggen, aber diskreter ist einfach angenehmer. Ich habe nichts dagegen, mal ein bestimmtes Produkt empfohlen zu bekommen, wenn ich Vor- und Nachteile erklärt bekomme, aber doch nicht ein ganzes Board voller Kleider, das suggeriert, ich sei einfach zu doof, um selbst zu wissen, was mir steht und was ich möchte. No way.

 

Ich mag Blogs, 

die das ungeschönte Leben zeigen
in denen es um Alltagssituationen geht
die ihr Leben beschreiben
die ihre Meinung einfach sagen
die zu einem bestimmten Thema kritisch Stellung beziehen
die mich in meiner Fotografie weiterbringen

Ich mag Blogs von Normalos, Rentnern, Youngsters, Behinderten, von überforderten Müttern, Vätern, von Menschen, die mich an ihrer Kreativität teilhaben lassen, die interessante Themen aufgreifen, von Aussteigern, alles quer Beet durch die Gesellschaft, unabhängig von Alter und Einkommen. ABER: sie müssen etwas zu sagen haben.




Wie sehr ihr das? Ich hoffe, ich habe euch jetzt nicht alle vergrault. ;-) Ich weiß schon, dass viele Leser sich bei Blogs gerne wegträumen, weil der Alltag hart genug ist und deshalb gerne die heile Welt vorziehen. Ist ja auch ok. Nur bei mir funktioniert das (nicht) mehr...







Freitag, 1. April 2016

Grippe und viel Trinken

Jetzt scheint es so langsam überstanden zu sein. Die echte fiese Grippe, die mich in den letzten Tagen heimgesucht hat, macht sich auf den Weg zum nächsten Opfer (aber bitte nicht mehr bei uns...). Ich bin ja in der Regel ein Mensch voller Ideen und Tatendrang, aber die letzten Tage haben mir mal wieder gezeigt, dass man von heute auf morgen völlig lahmgelegt sein kann und gar nichts mehr tun "will". Das Fieber hatte mich über weite Strecken im Griff und das ist bei mir sehr sehr selten.




Also, es ging gar nichts mehr, nada, nothing, rien.
Der Körper konzentriert sich aufs Wesentliche, auf das Abschütteln und die Bekämpfung der Eindringlinge, sonst auf nichts. Selbst Lesen war mir zu viel, selbst Podcasts anhören, selbst Surfen. Nur ausruhen und schlafen, trinken und wieder trinken.



 


Und mit aller Regelmäßigkeit versuchen, etwas zu sich zu nehmen, um nicht zu schwach zu werden. Den nassgeschwitzten Pyjama x-mal gewechselt...puh, ihr könnt euch vorstellen, mich hatte es ganz schön erwischt. Heute bin ich das erste Mal auf, vielleicht werde ich ein paar Schritte vor die Tür setzen, aber mehr wird es definitiv noch nicht.




 Ich wünsche Euch ein frühlingshaftes Wochenende,



Sonntag, 6. März 2016

Sonntagsbeschäftigung - Kleiderschrank ausmisten

Heute habe ich ein paar Stunden des Sonntags genutzt, um meinen Kleiderschrank "zur Hälfte" auf Vordermann zu bringen. Warum nur zur Hälfte? Ich habe nur die Regale ausgemistet, nicht aber den Hängebereich... Schlicht und einfach weil ich nach den Regalen keine Lust mehr hatte...
War schlimm genug, sich durch die Regale zu kämpfen, aber sie hatten es bitter nötig. Ich kaufe nicht viel Neues, aber ich habe mich in den letzten Jahren nicht konsequent genug von dem getrennt, dass ich fast nicht mehr nie trage. Immer findet meine innere Stimme einen Grund, das Teil doch noch zu behalten...könnte ja sein dass...





Heute habe ich einen ganzen Teil aussortiert und werde ihn noch an den Mann bzw. die Frau bringen, ein großer Teil ist aber auch nur noch als Putzlappen zu verwenden, behaupte ich mal.

Wie bewahrt ihr eigentlich Cardigans auf? 



Ich habe einige davon, recht dünne oder dickere und die meisten habe ich wie Pullis zusammengelegt. Aber sie sehen dann doch etwas verknittert aus, wie ich feststellte. Hängt ihr die auf? Damit sind wir beim nächsten Problemchen...ich habe nicht genug Hängefläche... aber das kommt ja erst nächstes Mal dran.



Manche Teile habe ich schon länger nicht mehr gesehen (sie waren im Schrank irgendwie abgetaucht ;-)) und ich habe total Lust, sie bald wieder zu tragen (wenn's draußen wärmer ist)


 




Wie ihr seht, trage ich gerne "geringelt". Es steht mir einfach gut, ich habe diverse Varianten davon und es bringt ein bisschen Farbe in die Garderobe.
 
Ansonsten trage ich einfach gerne Pullis oder Cardigans kombiniert mit einem schönen Tuch oder Schal. Auch im Büro, denn dort ist es leider recht frisch. Ich würde liebend gerne auch mal feine Blusen anziehen, aber daran ist aufgrund der Temperaturen nicht zu denken...

 Und so ist das mein Alltags-Look, den ich meist mit Jeans in verschiedenen Farben kombiniere.




 Ihr seht, nicht besonders spektakulär, aber schlicht mag ich es am liebsten.

  


Ein Traum von mir wäre ja ein begehbarer Kleiderschrank.

Ganz unten in unserem Schrank habe ich übrigens einen Karton, in den alle Kleidungsstücke hineinkommen, die ich nicht wegwerfen oder weggeben möchte, weil ich aus ihnen oder ihrem Stoff etwas anderes nähen oder machen möchte. Der Inhalt dieser Kiste wächst und wächst und ich komme nicht dazu, etwas davon zu recyclen, obwohl da so viel tolles dabei ist. Aus einigen Teilen wollte ich Kissenbezüge nähen, aus anderen einen Loop etc.
Aber ich geb die Hoffnung ja nicht auf, doch bald etwas zu beginnen.
Gerne werde ich diesen Beitrag wieder bald mit Traudes A New Life-Aktion verlinken.

Bitte seht es mir nach, dass ich noch nicht zum Kommentieren bei euch gekommen bin....


 

Donnerstag, 18. Februar 2016

Von Zielen und unterschiedlichen Menschen



Habt ihr euch schon einmal überlegt, wie es wäre, wenn Geld für euch nur eine untergeordnete Rolle spielen würde? Nicht, weil ihr mit dem zufrieden seid, was ihr habt, sondern, weil ihr einfach genug, ja sogar zu viel davon habt? Klingt irgendwie komisch, oder? 

Und dennoch rede ich hier nicht von einem Lottogewinn oder solchen Dingen, sondern von Menschen, die unter uns leben und auf den ersten Blick gar nicht einen solchen Anschein geben. Ich rede von einem Ehepaar von 40 Jahren (keine Kinder), sehr sympathisch,  ich kenne sie gut. Nennen möchte ich sie der Einfachheit halber Daniel und Sarah. Ich möchte von den beiden ganz wertfrei berichten.

Sarah war schon immer recht ehrgeizig und hat gleich nach ihrem Studium eine Beamtenlaufbahn im höheren Dienst eingeschlagen. Ihr Verdienst hat sich jährlich stetig erhöht und das nicht nur um ein paar läppische Prozente. Ab und zu nimmt sie an einem Qualifizierungslehrgang teil und stemmt so die nächste Stufe ihrer Beamtenlaufbahn. Inzwischen ist sie auf der Karriereleiter schon recht hoch, Ende nicht in Sicht, Rente bis über den Tod hinaus gesichert. Sarah ist leidenschaftliche Sportlerin, erklimmt jeden Berg, Outdoor ist ihre Welt. 




Daniel ist weniger ehrgeizig, hat es dennoch auch als Ingenieur weit gebracht, außerdem kann er sich seinem Umfeld immer als Kumpel-Typ verkaufen und sammelt so bei seinen Chefs Pluspunkte. Ohne übermäßig viel zu tun wird er bei Gehaltserhöhungen immer mit bedacht. Auch er ist gerne mit Sarah auf Wochenende-Outdoor-Trips überall unterwegs. Die beiden haben viel Freizeit, verstehen sich gut und sind gesund. Das Haus wurde schon vor 10 Jahren gekauft und ist abbezahlt, die Einrichtung einschließlich modernstem Homekino, Sauna und Fitnessbereich ist auf neuestem und modernstem Stand. Die Küche ist ein Beispiel an Technik und Ausstattung. Daniel kauft ständig die neuesten digitalen Geräte einer bestimmten Marke. Es gibt ihm einen großen Kick, Einkäufe dieser Art zu machen, ein Glücksgefühl. Danach verstauben die meisten der gekauften Dinge im Schrank. In den Schubladen und Schränken liegen massenhaft wertvolle Sachen. Mit meiner Begeisterung für Flohmarkt-Funde aus alten Zeiten können sie gar nichts anfangen. Daniel und Sarah sind weder Protzer noch Angeber und großzügig zu anderen. Aber ihren Käufen merkt man eine gewisse Verzweiflung an.

Zu Hause halten es die beiden nicht lange aus. Sie haben keine Ziele (mehr), können sich auch eher wenig zu Hause beschäftigen. Garten und Terrasse sind angelegt, ein Rasenroboter mäht ganz von alleine. Ein geräumiges Reisemobil ist auch da. Rastloses kaufen, nur immer geschäftig tun, aber alles irgendwie sinnlos. Leere und Depression.


Warum schreibe ich Euch das überhaupt? Es geht nicht darum, etwas anzuprangern, sondern ich schreibe das, weil mir das oft so ungeheuerlich vorkommt und ich viele umgekehrte Fälle und Leben kenne. Leben voller Phantasie und Sehnsüchte, die gelebt werden wollten, wenn nur ein Bruchteil der finanziellen Mittel von Sarah und Daniel da wäre. Leben, die keine Langweile kennen und dennoch im Leben irgendwie ausgebremst werden. Und auch Leben, die gerade so über die Runden kommen und kaum zum Nachdenken über etwas anderes als das kommen, ob es für den Monat reicht.



Ich finde, dass die Schere zwischen Arm und Reich gerade extrem auseinander klafft. Nie zuvor ist mir das so bewusst geworden wie in den letzen Monaten. Würden die meisten von uns, die in Sarahs und Daniels Situation sind, vielleicht ganz ähnlich reagieren und leben? Sind wir eigentlich nie zufrieden im Leben?

Am Ziele deiner Wünsche wirst du jedenfalls eines vermissen: Dein Wandern zum Ziel. 

(Marie von Ebner-Eschenbach)


Das große Meisterstück des Lebens besteht darin, Ziele zu erreichen und die Gegenwart bewusst zu erleben.  

(Jörg Löhr)





Der Langsamste, der sein Ziel nur nicht aus den Augen verliert, geht immer noch geschwinder als der, der ohne Ziel herumirrt.  

(Gotthold Ephraim Lessing)



In diesem Sinne wünsche ich Euch ein wunderschönes, sinnerfülltes Wochenende,

Sonntag, 31. Januar 2016

Meine neue Liebe zu Flohmärkten und Sunday Inspiration

Dass ich gerne auf Flohmärkte gehe, ist zwar nicht ganz soo neu, aber dass ich bzw. wir neuerdings auch auf die Suche gehen, um gefundene Schätze zu verkaufen, ist schon etwas neuer. Allerdings haben wir noch nicht richtig damit begonnen. Wir haben zwar schon im letzten Jahr sehr viele Zink-Artikel gefunden, von Gießkanne, über Eimer zu Wanne...aber es ist noch nicht genug, um sie auch zum Verkauf anzubieten....Im Moment bin ich nämlich noch in der Phase, fast alles gerne selbst behalten zu wollen...:-) immer in der Hoffnung, dass es mit dem Haustraum doch noch irgendwann etwas wird und wir dann dafür Platz hätten...

Was mag ich an Flohmarkt-Artikeln? Sie sind nicht neu und ich mag die Vorstellung, dass sie eine lange Geschichte in sich tragen. Sie müssen nicht perfekt sein und haben gerade deshalb einen umwerfenden Charme. Ehrlich gesagt würde ich eine alte gebrauchte Zink-Gießkanne niemals gegen eine neue sterile, neue, glänzende (seelenlose) Zinkgießkanne aus heutiger Produktion eintauschen.

Manchmal kommen wir bei unseren Flohmarktbesuchen ins Gespräch mit den Leuten, die diese Dinge verkaufen. Sie sagen uns, dass sie es von der Mutter haben, die ihren prachtvollen Bauerngarten ein halbes Leben lang damit gewässert hat. Ob es nun stimmt oder nicht, mir gefällt die Vorstellung und ich sehe es bildlich vor mir. Ja, diese Kanne muss es sein.

Was ich daran noch so schön finde? Dass ich damit Altes wiederverwerte und es wieder in Umlauf bringe. Warum sollen wir immerzu Neues kaufen? Die Erde ächzt unter der Energie- und Ressourcen-Last der jährlichen Neuproduktion von Gütern. Sicher, was kaputt ist, ist kaputt, ich bin niemand, der daran krampfhaft festhält. Aber etwas Intaktes wiederverwenden, ist das nicht genial?




Auf dem Foto seht ihr Folgendes:

die Schublade: wurde von mir letztes Jahr im Heimatort vor dem Sperrmüll gerettet und dann weiß gestrichen.
die beiden Gläser: stammen aus der Küche, ich glaube es waren mal Erbsen drin und sehen einfach toll aus als Pflanzentopf für Frühblüher
das alte gußeiserne Bügeleisen: vom Flohmarkt, wurde in Frankreich um 1900 produziert und war damals oft ein Hochzeitsgeschenk für das frischgebackene Paar
Verzierte Tonschale: habe ich vom hiesigen Flohmarkt, die Dame, die es für wenig Geld verkaufte, hat es in Handarbeit hergestellt. Zusammen mit meinen gesammelten Schneckenhäusern ist es eine schöne Deko.
Holzpflanzschale mit Sukkulent: Flohmarkt
Masktape: neu gekauft

Mit dem heutigen Beitrag werde ich an Rostroses Aktion A New Life (ANL) im Februar teilnehmen (und erst am 15. verlinken) und an den heutigen Sunday Inspirations.

Ich hoffe, ich werde Euch auch bald die Zink-Sachen zeigen können, momentan ist das Knips-Wetter eher bescheiden.

Einen schönen Sonntag und eine gute Woche wünsche ich!



Sonntag, 17. Januar 2016

Meine ersten Wochen im Jahr und Kalender

Ganz untypisch für das Bundesland, in dem ich wohne, habe ich direkt in der ersten Woche im Neuen Jahr schon wieder gearbeitet. Auch weil diese ruhigen Tage wunderbar geeignet sind, um Liegengebliebenes anzugehen und alles Schritt für Schritt ohne große Unterbrechungen abzuarbeiten.

An einem typischen Arbeitstag gehe ich so um 07.45 Uhr aus dem Haus, nehme das Auto und bin ca. 35 Minuten später an meinem Arbeitsplatz. Die Zeit im Auto mag ich in der Regel sehr gerne, sofern ich in keinen Stau gerate, denn ich fahre über kleinere Ortschaften, streckenweise durch Wiesen und Felder. Momentan ist es oft nebelverhangen und stellenweise wunderschön weiß. Es glitzert morgens auch so hübsch. Wenn die Sonne heraus kommt, habe ich schon wunderschöne Lichtszenen erlebt und mich immer wieder geärgert, dass ich gerade keine richtige Kamera zur Hand habe. In diesen Augenblicken finde ich die Smartphone-Kamera einfach nicht flexibel genug. Ich sauge die Lichtstimmung in mich auf und versuche sie für den Tag festzuhalten.

Manchmal höre ich dabei Musik aus dem Radio, selten mitgebrachte Lieblingsmusik, denn die Radiomusik lässt mich auch neue Songs kennenlernen, so dass sich der eigene Musikgeschmack auch wandeln kann, denn ich finde es wichtig offen zu bleiben für Neues. Wirklich schlimme Mainstream-Sender mit Geplapper, hohlen Witzen und den immer gleichen Liedern versuche ich zu vermeiden. Wenn mir nach Aktualität ist oder ich eine Reportage oder Interviews hören möchte, schalte ich meist auf DRadioKultur oder Deutschlandfunk. Wenn ich morgens ambitioniert, wach und fit bin, schalte ich auch den Sender der hier stationierten amerikan. Streitkräfte ein und versuche, so viel Wortschatz und Alltagssätze wie möglich aufzuschnappen und zu behalten. Obwohl mein passives Englisch auf einem hohen Level ist, habe ich viel zu wenig Übung beim spontanen Sprechen und scheitere bei spontanen umgangssprachlichen Sätzen, z.B. wenn ich jemandem den Weg erklären muss. Traurig aber wahr…

Letztes Jahr, habe ich gerade gesehen, habe ich euch einige Kalender vorgestellt, die man gratis aus dem Netz herunterladen und ausdrucken konnte. Dieses Jahr gefällt mir der
Chalk/Kreide-Kalender am besten. Ich hab ihn mir auch schon aufgehängt.
 







Hier sind die Free-Downloads für weitere wirklich tolle Kalender:





Und dann wollte ich Euch noch etwas mit auf den Weg geben, ein Mary-Poppins-Spruch, der viel Wahres beeinhaltet und den ich mir deshalb auch gleich aufgehängt habe.





Freitag, 1. Januar 2016

Fürs Neue Jahr - Im Jetzt leben

Mir passiert es selten - aber dennoch manchmal. Und ich will es wieder und wieder erleben: wenn man richtig spürt, dass man JETZT genau in diesem Augenblick einen unwiederbringlichen Moment seines Lebens lebt. Es lässt sich nicht erzwingen, manchmal passiert es, wenn man im "Flow" ist, also in höchster Konzentration, völlig versunken, manchmal passiert es auch einfach so. Ein merkwürdiges Phänomen. Aber ihr wisst schon was ich meine.




Meist sind wir damit beschäftigt,

auf irgendeine Art und Weise unsere Zukunft zu planen...

"nächstes Jahr mache ich mich selbständig", "das nächste Projekt läuft besser", "wenn die Kinder mal groß sind", "wenn das Haus abbezahlt ist", "wenn ich es geschafft habe, mich mehr zu bewegen" etc.....

oder uns mit unserer Vergangenheit auseinanderzusetzen...

"warum habe ich damals so reagiert", "warum habe ich mich nicht anders entschieden", "früher war mehr Lametta" oder "als meine Mutter/Vater, xy noch lebte", etc....

Wir planen und sinnieren ja gerne, aber im Jetzt zu leben ist für uns ungewohnt. Daher möchte ich in diesem Jahr (und allen folgenden) die Gegenwart öfter und besser wahrnehmen als bisher.

Und zwar ohne äußere spektakuläre Umstände: klar, wer einen hohen Alpengipfel erklommen hat, ist sich des gegenwärtigen Moments bewusster als jemand, der vielleicht Staub saugt oder abwäscht.

Aber meist tun wir eben Alltägliches und so wäre es am Naheliegendsten auch darin den besonderen Moment zu erkennen.



In diesem Sinne wünsche ich Euch

alles Liebe

für die kommende Zeit!




Sonntag, 20. Dezember 2015

Wann für MICH Weihnachten ist... vielleicht nicht so wie ihr denkt

In den letzten Tagen wird es wieder offensichtlich. Wir befinden uns in den letzten Zügen vor Weihnachten. Brechend volle Geschäfte, Verkehrschaos, Glitzer wohin das Auge schaut, Musikberieselung aus der Dose. 

Und immer wieder frage ich mich, ob das denn alles so sein muss, ob wir das eigentlich wollen oder ob wir schon völlig abgestumpft sind, um überhaupt noch in uns hinein horchen zu können, was uns denn gut tut und was wir mit Weihnachten oder mit dem Ende des Jahres verbinden.

Nein, ich möchte jetzt nicht den religösen Aspekt ansprechen, jeder kann das glauben, was er möchte und jeder kann Familien oder Weihnachtstraditionen so halten wie er möchte, das ist auch je nach Erziehung ganz verschieden.




Wann für mich Weihnachten ist....und das kann sogar Mitten im August sein:


  • Wenn ich ein gutes Gespräch mit einer Freundin habe und wir um uns herum alles vergessen, wenn wir beide spüren, dass wir auf einer Wellenlänge sind und danach jeder irgendwie beseelt und bereichert nach Hause geht, dann ist für mich Weihnachten.
  • Wenn ich auf einem Konzert bin und mich die Musik tief anrührt und aufwühlt, wenn ich Gänsehaut auf dem Rücken bekomme und auf der Stelle losheulen könnte, dann ist für mich Weihnachten.


  • Wenn ich meine Kollegen verstehe, obwohl sie zuweilen menschlich meilenweit von mir entfernt zu sein scheinen, wenn ich glaube, dass wir doch Gemeinsamkeiten haben trotz vieler gegensätzlicher Auffassungen, dann ist für mich Weihnachten.
  • Wenn ich sehe, wie meine osteuropäischen Flüchtlings-Mädels Fortschritte machen, wie sie im Schulalltag mehr und mehr ankommen, wie sich die Familie trotz vieler Anfangsschwierigkeiten nun das ein oder andere leisten kann, was für viele von uns schon nicht mehr der Rede wert ist, dann ist für mich Weihnachten. 

 

  • Wenn mir jemand im längsten Stau Deutschlands den Vortritt lässt, mich in den Verkehrsfluss einzufädeln, obwohl ich noch gar nicht an der Reihe bin und wir uns mit Handzeichen oder einem Lächeln verständigen, dann ist für mich Weihnachten.
  • Wenn ich mit meinem Partner Zukunfspläne mache, obwohl uns die Realität schon mehr als einmal einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, dann ist für mich Weihnachten. 
  • Wenn ich den Horizont meiner Eltern erweitern kann, ihnen begreiflich machen kann, was mich umtreibt und Ihnen etwas von dem zurückgeben kann, was sie mir gaben, als sie noch jung und stark waren, dann ist für mich Weihnachten.
 


Kerzenstimmung kann dabei helfen, muss aber nicht. Weder Jingle Bells noch Last Christmas-Songs sind dabei eine Stütze. Der Geruch von Tannennadeln erinnert mich an frühere Weihnachtsfeste, hat aber im Grunde nichts mit "meinem" Weihnachten zu tun. Ich bereite Speisen vor und freue mich, wenn wir alle gesund beisammen sitzen, aber es braucht nicht perfekt gestylt sein. 

Es ist egal, ob ich es noch schaffe, diesen einen Kuchen vorzubereiten, denn das wird nichts am Gesamten ändern. Es ist auch egal, ob die Festtafel ein stimmiges Farbkonzept hat. Ich möchte mir auch nicht tagelang Gedanken machen müssen, was ich zu Heilig Abend anziehe. Was nicht heißt, dass ich nicht gerne gepflegt herumlaufe, aber Mal im Ernst: 

Was wollen wir uns mit solch übertriebener Vorbereitung denn beweisen? Dass das Familienfoto von Weihnachten 2015 uns später mal demonstriert, dass es einfach gigantisch war, dass wir nach außen hin die perfekte Familie waren? Dass wir genauso toll sind wie die Werbung uns weismachen will? (Und dafür allerdings bis an den Rand unserer Erschöpfung gegangen sind?)




Ich bitte euch, da stehen wir doch drüber! In diesem Sinne wünsche ich Euch eine "selbstbewusste", weil "selbstbestimmte" Advents- und Weihnachtszeit!