Sonntag, 23. November 2014

Nebel, Sonne und Brownies - Bilderflut

Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll: es wird Frühling! Bei uns jedenfalls. War letzte Woche morgens noch alles nebelverhangen, scheint uns jetzt die warme Sonne ins Gesicht und durchflutet das ganze Wohnzimmer. Die Wäsche trocknet wieder auf dem Balkon, man könnte es sich glatt wieder draußen mit einem Kaffee bequem machen. Solche Gegensätze! Ich habe ja gemeinhin nichts gegen Wärme Ende November - aber das nächste Mal bitte mit Ankündigung, so dass ich die Frühlings- und Sommersachen gar nicht erst wegräume.

So sah es letzte Woche noch aus:




Also eigentlich recht typisch für einen November und  ich mag das vor allem dann, wenn ich mich schnell wieder ins Bett kuscheln kann.






Mein Lavendel voller Tropfen und im schönsten verhangenen Morgenlicht. Die Natur schlief und wurde nur ganz langsam wach. 

Und jetzt?

Einige Pflänzchen sprießen wieder frisch aus dem Boden, z.B. meine Chili-Pflanze, hier:


Sie reckt und streckt sich und ist ein richtiger Sonnen-Anbeter. Ich habe schon Bedenken, dass die Hyazinthen auch bald kommen...

Und die Sträucher wollen bei so viel Sonne ihre alten Blätter gar nicht hergeben.



Der Haselnussbaum ist im Sonnenlicht so hübsch!




Der Hauswurz ist ja sehr beständig und hält jedes Wetter aus. Ich bin ein richtiger Fan von so genügsamen und dekorativen Pflanzen.






Schaut mal meinen liebsten Efeu an. Ich habe ihn von einer Hochzeit als Giveaway mitbekommen und ziemlich schnell hat er einen wunderschönen Platz auf dem Balkon erhalten, wo er jetzt nach Lust und Laune ranken kann. Heute streckt er sich in Richtung Himmelblau!




Und immer noch schön, die getrockneten Hortensien.




Weil unser Sonntag so sonnig ist, macht er mir als "Büroherumhockerin" besonders viel Freude.
Daher mache ich heute mit bei Frau Kreativbergs Sonntagsfreude.

Das letzte Mal habe ich Euch ja schon von meinen Brownies vorgeschwärmt. Was an Ihnen so besonders war? Ihr glaubt es nicht, aber sie sind mit roter Beete gemacht! Jawohl, und man schmeckt es kein bisschen!! Der tolle Nebeneffekt ist, dass sie so schön saftig sind!

Ich habe hier nur noch einen kläglichen Rest fotografieren können, so schnell waren sie weg, weil sooo schokoladig...mmhh.



 


Und das Rezept schreibe ich Euch auch noch gerne auf. Ich habe es eigentlich von hier, habe es aber leicht abgewandelt.

Zutaten

  • 300 g Rote Beete (die in Kunststoff abgepackten, gekochten, ungewürzt)
  • 200 g Schokolade, am besten die hochprozentigen Tafeln, habe 2 Tafeln mit 76% Kakaoanteil genommen
  • 100 g Stevia (man kann auch braunen Zucker verwenden)
  • 4 mittelgroße Eier
  • 150 g Mehl
  • 50 g Kakao
  • 1 Päckchen Vanillezucker

Zubereitung

  1. Die Rote Bete mit dem Zauberstab oder Mixer pürieren. Backofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Schokolade und Butter im Wasserbad oder direkt im Topf bei niedriger Temperatur langsam schmelzen. Etwas abkühlen lassen.
  3. Die Eier mit dem Zucker schaumig rühren. Mehl und Kakao sowie die leicht abgekühlte Butter-Schoko-Masse im Wechsel mit dem Püree unterheben; den Teig eventuell mit etwas Vanille abschmecken.
  4. Schokoladenteig in eine mit Backpapier ausgelegte oder gefettete Form geben, glattstreichen und etwa 25 Minuten backen. 






 Muss ich bald wieder machen. Da kann jeder Schokoladenkuchen einpacken.

Lasst es Euch gutgehen!





Sonntag, 16. November 2014

Mein Buch des Monats und noch Mehr

Was, es ist schon bald Ende November?? Fatal, denn ich muss noch allerhand erledigen dieses Jahr. Nicht nur diverse Arzttermine, die ich hinausschiebe bis ans Jahresende, z.B. Zahnarzt (warum eigentlich, ist doch nett da), Geschenke und Pakete in alle Welt versenden. Die Blätter fallen in unserem Garten, jetzt wird's kahl und gestern haben wir zum letzten Mal in diesem Jahr den Rasen gemäht - ja ihr hört richtig. Dieses Jahr wirklich spät, aber das Wetter war noch recht schön und mild, so dass sich alles im Jahr nach hinten verschoben hat. So, jetzt möchte ich Euch ein GENIALES Buch vorstellen - genial, für alle, die sich beim Häkeln gerne inspirieren lassen. Ich habe es schon seit einigen Wochen in Gebrauch und versuche immer andere Muster. Es ist wirklich eine Quelle der Inspiration. Da sind nicht nur hübsche Muster dabei, sie sind auch noch super erklärt und in Häkelschrift aufgeschrieben. Aber seht selbst, hier zeige ich Euch ein paar Seiten:


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Es ist so hübsch gemacht und die Ringbuch-Bindung ist so bequem, denn die Seiten bleiben immer geöffnet, das ist wichtig, wenn man damit arbeitet.




Hier ist für alle Schwierigkeitsgrade etwas dabei! 




Alle Stiche und Maschen sind nachvollziehbar.






 Auch außergewöhnliche Muster sehr schön dargestellt, ich komme gut damit zurecht und bin kein Häkel-Genie.


Der Salomonsknoten macht sich wunderbar für ein Sommer-Tuch, ich hab schonmal angefangen.






 Also, ich kann's wärmstens empfehlen.




Ich habe noch ein Häkelbuch, nämlich dieses hier, da ich mich sehr für schöne gehäkelte Tücher interessiere:


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 Mit diesem Post mache ich endlich mal wieder bei Nicoles monatlicher Buch-Aktion mit! Eine so nette Idee, wie ich finde, und so oft verpasse ich das ....seufz.

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Sonntag

 Ähm, ich habe Brownies zum Kaffee gebacken....neidisch?? ;-)

Ich sag Euch, die triefen nur so vor Schokolade...
Fotos dann für ein ander Mal...




 


Sonntag, 9. November 2014

Book Upcycling DIY

Ich bedanke mich herzlich für Eure Kommentare und Ideenanstöße zu meinem letzten Post übers Wohnen vor einem Jahrhundert. Wir haben heute schon wahnsinnig viele Möglichkeiten uns wohnlich auszutoben. Aber es stimmt auch, dass das Leben damals überschaubarer und ruhiger war und heute auf uns so viel einstürmt, dass man manchmal kaum abschalten kann.

Was früher UNDENKBAR gewesen wäre, möchte ich Euch heute zeigen, nämlich das Upcyclen eines ausrangierten Buches. Bücher waren damals kostbar und niemlas hätte jemand Lust verspürt, aus dem Buch eine Dekoration zu machen. Ich hingegen habe das ein oder andere Buch schon weggegeben und auch weggeworfen, schade, denn heute hätte ich viele Ideen, was man damit noch anstellen könnte außer es zu lesen. Meist merke ich vor einem Umzug, dass manche Bücher einfach nur herumliegen und verstauben und nie (mehr) gelesen werden und dann heißt's Abschied nehmen.




So auch das Buch meiner heutigen Aktion. Ein Geschenk des Klett-Verlags, den Ihr sicher alle kennt, denn ich habe schon an dem ein oder anderen Schulbuch-Projekt mitgearbeitet. Aber das vorliegende Buch war für mich einfach nicht zu gebrauchen, daher habe ich es auf andere Art verewigt.

Und so sieht das Resultat aus:

Man kann es hinstellen oder auch an die Wand hängen und es ist immer ein Hingucker. Die Idee ist jetzt nicht neu und ich habe es auch schon bei der einen oder anderen von Euch gesehen, aber für mich war diese Aktion die erste dieser Art.

 Wer sich auch mal dran probieren möchte, nimmt ein ausrangiertes Buch, das gar nicht so dick sein braucht, denn durch das Falten wird es sowieso doppelt so dick...


Dann fangt Ihr bei der ersten Seite an und faltet die Seite so wie hier gezeigt, das rechte untere Eck wird zur Mitte gefaltet. Ihr könnt natürlich auch noch die rechte obere Ecke zur Mitte falten, dann wird eine Raute aus dem Buch.




 So habe ich das dann für alle Buchseiten durchgeführt. Man muss ein bisschen aufpassen, dass man relativ genau faltet, damit auch alle Falten schön aufeinanderliegen zum Schluss.



Und falten und falten....eine gute Übung auch mal abends beim Fernsehen.



Um den Bucheinband stabiler zu gestalten, habe ich einen Karton dahinter geklebt. Das ist vor allem dann wichtig, wenn man das Ganze aufhängen möchte und der Einband flexibel und nicht fest ist.



 Da ich den Bucheinband nicht besonders attraktiv fand, habe ich einen Stoffrest verwendet und ihn  mit der Heißklebepistole um den Bucheinband und den Karton geklebt.



Und schon wirkt es um einiges attraktiver...




Und schon fertig. Ist alles sehr einfach und kann eigentlich nicht schiefgehen....also eine Bastelarbeit genau richtig für mich!




Meine letzten Cosmea-Blümchen übrigens...seufz, dann müssen wir wieder bis nächstes jahr warten...

Vielleicht habt Ihr ja auch Lust bekommen, mein zweites Old Book steht schon in den Startlöchern!!

Eine schöne Woche wünsche ich Euch allen!!




Donnerstag, 30. Oktober 2014

Wie man früher wohnte...

Ihr seid so lieb, ich muss mich nochmal herzlich bei meinen lieben (alten und neuen) Lesern bedanken, die mir so warme Worte in die Kommentare geschrieben haben. Ich bin wirklich gerade in einer Lebensphase, in der viel ansteht und einige Weichen gestellt werden müssen. Und ich tue mich da unheimlich schwer, irgendwie fehlt manchmal die Leichtigkeit....oder liegts am dunklen Herbst?

Wenn ich morgens aus dem Haus gehe, ist es zwar nicht wirklich dunkel, aber hell auch nicht. Und abends wenn ich nach Hause komme ist es definitiv dunkel und es ist komisch das Zuhause fast nur im künstlichen Licht zu sehen.

Am Wochenende waren wir in einem Museum, das alte Einrichtungen aus Großmutters oder eher noch aus Urgroßmutters Zeiten zeigt. Schöne alte massive Holz-Möbelstücke in alten erhaltenen Häusern der damaligen Zeit. Alles sieht aus, als wären die Bewohner nur mal eben kurz weg gegangen. 

Und wenn  mir auch das alte Vintage-Möbiliar eigentlich sehr gefällt, so habe ich dann doch bemerkt, dass es mir nur gefällt, weil wir heute so schön bequem wohnen. Denn wenn man die guten Stücke in ihrer ursprünglichen Umgebung sieht, denkt man ganz schnell an ein sehr hartes und arbeitsreiches Leben mit vielen Entbehrungen...und man ist froh, dass man die Zeit nicht erleben musste, wirklich wahr. Kein Strom, kein fließend Wasser. Keine Toilette im Haus und natürlich auch noch kein Bad.
 Hygiene war damals noch ein Fremdwort. Die Kinder wurden im Haus geboren, oft genug gab es in der Familie Totgeburten oder die gebärende Mutter starb kurz darauf.


Die Schlafkammer oft feucht und kalt, die Betten für unsere Verhältnisse extrem schmal. Der Raum insgesamt sehr eng. Heizung? Fehlanzeige.

Krankheiten wie Typhus waren an der Tagesordnung. Das Penicillin wurde zwar 1928 entdeckt, kam aber erst im zweiten Weltkrieg zur Anwendung.




Die Küche: nun ja, schnuckliger Herd für unsere Begriffe heute, aber mal ehrlich: nur zum Angucken oder gelegentlich mal Kochen...






Die Garderobe - die Handtasche ist klasse, oder? ;-)



Und die gute Stube, die auch gleichzeitig Küche ist. Mit dem Christuskreuz, das nicht fehlen durfte.



 Oder das Ganze konnte auch so aussehen:


Küchenecke mit Spülstein





Nochmal eine gute Stube, dieses Mal mit einem Divan. Solche hat man ja heute wieder, aber doch in einer weichen bequemen Variante. Dieses Teil hier war sehr robust und ziemlich hart, nicht wirklich zum Einkuscheln.




Und draußen steht das Transportmittel Nr.1: der Leiterwagen


 Noch ein paar Herbstäpfelchen zum Schluss. 

Mich haben diese Eindrücke aus anderen Zeiten ziemlich beeindruckt.



In den meisten Häusern wohnte im Erdgeschoss das liebe Vieh - also da waren nur Stallungen. Und über eine kleine steile Holztreppe oft ohne Abschlusstür ging es dann ein Stockwerk höher nahtlos zu der Küche und dem Schlafzimmer, alles in Miniatur (für unsere Begriffe heute) und da wohnte dann ja meist eine mindestens 6-köpfige Familie drin. Wahnsinn!



Ob die Menschen in 100 Jahren wohl auch unsere Wohnungen und Häuser besichtigen werden und sich dann die Haare raufen und sich fragen, wie man denn in aller Welt nur so spartanisch wohnen konnte?

Könnte ich mir schon vorstellen...



Donnerstag, 23. Oktober 2014

Herbst-Deko und Leben ist Risiko

Wer von uns strebt nicht nach Sicherheit? Jeder von uns sichert sich gegenüber (fast) allen möglichen Gefahren ab, denn Sicherheit schafft Ruhe. 

Ich möchte mich da voll mit einschließen, denn wie oft habe ich es schon verflucht - mein Sicherheitsbedürfnis? 

Denn wenn jedes Risiko ausgeschaltet ist, kann nichts mehr wachsen, alles wird im Keim erstickt.



Dazu ein schöner bildlicher Vergleich von William Shed:  

Ein Schiff, das im Hafen liegt, ist sicher. Aber dafür sind Schiffe nicht gebaut.






Wie wahr. Denn auch wir müssen immer wieder Neues erkunden, sonst wird es eingefahren, monoton, langweilig, oder? Riskieren ist ein großes Wort, man denkt dann immer gleich an einen schlimmen Ausgang, deshalb ist vielleicht drückt es etwas wagen besser aus. 








Wir sollten jeden Tag etwas Neues wagen. Beim Wagen gibt man etwas von sich Preis, wagt sich sozusagen aus seinem Schneckenhaus heraus und riskiert auch verletzt zu werden. Das ist es ja gerade, was man fürchtet, oder?

Doch wer sich immer und überall zu 100% absichern möchte, könnte das Leben verpassen. Daran denke ich in letzter Zeit häufig. Hat man in seinem Leben nicht viel zu wenig gewagt? Wie geht es Euch, seid Ihr schnell entschlossen und spontan oder wägt auch Ihr zu viel ab?
Die Frage Und wenn es schief geht? lähmt uns oft. 
 
Und bei mir stehen gerade eine Reihe von Entscheidungen an ...

Aber brauchen wir nicht auch Rückschläge, um uns weiterzuentwickeln? Was habt Ihr alles schon gewagt? Und ist es bei Euch gut ausgegangen?
 
 

Es ist jetzt nicht ganz einfach eine Überleitung zu meinen Herbstdekofotos zu finden, deshalb versuche ich es auch nicht. ;-)
 Schaut Euch einfach bei mir um. Der Drahtkorb ist vom Flohmarkt und die Zierkürbisse vom Bauern.






Sehr schlicht gehalten, wie ich finde und wie es mir gefällt. 
Mein ganzer Stolz ist die Milchflasche, sie stammt aus Frankreich, ist toll beschriftet und einfach ein Hingucker, mein Mund stand weit offen, als die Frau mir sage, sie wolle dafür 1 €. Wie bitte???



Her damit, auch wenn's mehr kostet....
 


 Meine neueste Deko ist diese hier:




Einfach zwei alte Buchseiten (oder Zeitungsartikel) als Hintergrund nehmen und darauf eine schöne Bleistiftzeichnung (gibts im Netz) drucken. Das ist übrigens eine Inspiration von Pinterest, ich weiß nur nicht mehr die genaue Quelle...




Die schlichten Arznei-Fläschchen mag ich übrigens sehr. Sie passen überall so schön und sind auch mit Blümchen hübsch.



Ich mag Nashörner...wirklich...obwohl ich außer im Zoo noch nie eins in Natura gesehen habe. Sie sehen irgendwie ein bisschen vertrottelt aus und ein Junges ist furchtbar drollig. :-)

Freue mich, von Euch zu lesen.