Mittwoch, 23. Juli 2014

Chaos wohin man schaut...


Meine Lieben, ich danke Euch für Eure lieben Worte zu meinem letzten Sommer-Post. Freut mich sehr, wenn es Euch gefallen hat.

Was hat sich in der Zwischenzeit getan im Hause Harmonie-Pur?

Wir versinken im Chaos. Komplett. Warum? Nun ja, wir bekommen einen neuen Boden verpasst. Eigentlich toll, denn der alte „violette“ Teppichboden war mir schon immer ein Dorn im Auge.

Nur: dazu gehört nunmal, dass man die betroffenen Zimmer so gut wie leerräumt. Kennt ihr sicher.

Problem: Wo soll das ganze Zeug hin, wenn die Wohnung sowieso nicht sooo riesig ist?

Keller? Nö, fällt weg, da er sowieso schon überquillt.

Balkon? Ja, die gesamte Pflanzenwelt ist schon draußen, hinzu kommen diverse Regale, die nicht ganz so empfindlich auf Feuchtigkeit reagieren. Garten? Wenn’s draußen schön ist, kein Problem, aber ansonsten? Habe keine Lust auf eine Trocknungsaktion oder auf Schimmel.

Also hilft es nur, die restlichen Zimmer vollzustellen. Das heißt, dass wir von nun an einen Hindernislauf bewältigen müssen, um in die Betten zu kommen. Liegt man mal drin, ist es gut (bis auf die Tatsache, dass man sich von dem herumstehenden Zeug irgendwie bedroht fühlt).

Wenn man nachts mal raus muss, ist man hinterher entweder knallewach oder hat sich 5 mal gestoßen. Das Wohnzimmer sieht jetzt SEHR übersichtlich aus. Nämlich so:



Die letzten Sachen wegzuräumen geht dann schnell. Nur gut, dass ich mich auf den hellen Vinylboden freue, der nachher wie Parkettdielen aussehen soll (hoffentlich). Da wirken Fotos dann auch im Winter freundlicher.

Der Vorteil einer solchen Aktion ist ja, dass man sich überlegt, manche Sachen gleich ganz auszurangieren und sich etwas Neues zu leisten. Mal sehen. ;-)

 Drückt mir die Daumen, dass alles in ein paar Tagen über die Bühne geht...

In der Zwischenzeit findet Ihr mich irgendwo zwischen Kartons, Stapeln von Ordnern, Büchern, Regalböden etc........




Samstag, 19. Juli 2014

Sommerträume mit Kirschen und mehr...

Sommer ist Kirschenzeit. Das war schon als Kind bei uns so. Wir hatten einen riesengroßen Garten unter anderem mit mehreren sehr hohen Süßkirschbäumen und mit vielen Sauerkirschbäumchen.
  
Da die Ernte-Mengen den Eigenbedarf weit überstiegen, haben wir die vielen randvoll gefüllten Kirsch-Kisten immer bei der Genossenschaft abgeliefert und wurden dafür bezahlt. Heute würde sich das nicht mehr lohnen. Und so sehe ich in vielen Gärten die Kirschen verrotten. Wie jammerschade. 

Wenn Besitzer das ändern möchten, ist es möglich, auf http://mundraub.org anzugeben, wer wo Obst zum Selbstpflücken für die Allgemeinheit freigibt. Finde ich toll, Ihr nicht? Und für Kuchen sind doch die leckeren Schattenmorellen frisch vom Baum die allerbesten.

 


Gegen Brombeeren habe ich übrigens auch nichts einzuwenden. Sie sind zum Teil schon so reif, dass sich mich förmlich anspringen. Manchmal kann ich gar nicht alles so schnell verbrauchen...





Hier mein Rezept für den rustikalen Kuchen, der eigentlich eher eine Tarte ist:

Für den Teig:
100 g Butter
60 g Stevia-Zucker oder nach Belieben
2 Eier
250 g Mehl
2 TL Backpulver

Butter, Zucker und Eier schaumig schlagen, Mehl und Backpulver hinzufügen und alles gut durchrühren.
In die Tarte-Form einfüllen. Kirschen entkernen und auf den Teig geben bzw. etwas eindrücken.



Für den Guss:

250 g Sauerrahm
2 Eier
1-2 Päckchen Vanillezucker

Die Guss-Zutaten verrühren und auf die Kirschen geben.

In den 150°C vorgeheizten Backofen geben. Dauer ca. 30 min.



Da wir es nicht so süß mögen, ist für uns diese Teigzusammensetzung und –menge für die niedrige Tarteform am besten. Das Ganze lässt sich natürlich auch anders belegen, z.B. mit Heidelbeeren. Hatten wir letzte Woche.....


Und dann habe ich Euch noch ein paar Impressionen vom hiesigen Kleefeld mitgebracht. Der Klee blüht ja lange und üppig. Und in meinem kleinen nostalgischen Eimerchen macht er sich ganz gut, findet Ihr nicht?


  Ach, seufz, wenn es doch nur immer so schön sommerlich bliebe...



Wie Ihr ja wisst, bin ich ein richtiges Sommerkind, dem die Hitze nur wenig ausmacht. Am liebsten gehe ich nach dem Büroalltag ins Feld oder in den Garten, schaue mir die Schmetterlinge an, die summenden Bienchen und alles was so so schön wächst und bin immer wieder aufs Neue fasziniert.




Nächste Woche wartet viel Arbeit auf uns in der Wohnung.... Aber davon werde ich Euch beim nächsten Mal erzählen.

Genießt Eure freie Zeit!!




Sonntag, 13. Juli 2014

Leben wie Gott in Frankreich...

Danke für Eure zahlreichen und ausführlichen Kommentare zu meinem letzten Frankreich-Post. Man hat gemerkt, dass Euch das spannende Geheimnis auch brennend interessiert. Heute zeige ich Euch noch weitere Impressionen unseres Aufenthalts. Der malerische Ort Laroque des Albères liegt am Fuße der Pyrenäen und ist besonders in der Vorsaison sehr charmant und ruhig. Nicht weit vom Meer entfernt und trotzdem im Grünen der Berghänge. Für mich ein idealer Ort, um mediterranes Flair zu genießen.


Unsere Unterkunft hatte auch einen kleinen Pool zur Mitbenutzung und ich habe jeden Tag in der Mittagshitze und Schwüle ein erfrischendes Bad genossen. Und danach gings dann unter die Dusche, deren Wasser von Solarkollektoren aufgewärmt wurde.


Dieses Duschgel ist übrigens mein absolutes Sommerduschgel (das gibt es ganz unspektakulär in der Drogerie), so schön frisch duftet es nach Limone und Ingwer.


Auch im Garten gab es eine schöne Mischung aus Palmen, uralten Olivenbäumen und Pinien. Und die Kräuter waren gigantisch, da vorne das grüne ist der Rosmarin. Himmel, so einen schönen Rosmarin hätte ich mal gerne zu Hause... ;-)


Die Farbe der Hortensien gefiel mir auch sehr, direkt neben einem Olivenbäumchen.

Ihr möchtet auch eine Tasse Tee oder einen Kaffee? Bitte sehr, gerne. Der Rasen ist übrigens keiner mehr. Völlig vertrocknet. Die Vermieter haben uns erzählt, dass sie es sich nicht mehr leisten können, ihn täglich zu bewässern. Was man auch verstehen kann, denn in der Gegend hat es schon seit Monaten nicht mehr RICHTIG geregnet, daher wird auch sehr vor Bränden gewarnt. Niemals sollte man dort leichtsinnig mit offenem Feuer umgehen.




Oder durch den Ort spazieren oder flanieren durch alte Gassen. Das Leben spielt sich draußen ab.



 Die Häuser wunderschön romantisch mit ihren Fensterläden. Es zirpt überall und es ist schwül heiß. Siesta-Zeit. Der Süden lässt grüßen.


Alte urig bewachsene Hinterhöfe mit Feigenbäumen (leider war noch keine Erntezeit)



 Ich liebe auch diese alten Tore, völlig bewachsen mit Trompetenblumen.

 


Oder schon mal schauen, welches Menü man abends essen möchte.




Und am nächsten Tag vielleicht einen Spaziergang am Strand?
An diesem Tag war es so windig, dass der Sand aufgewirbelt wurde und man sich nicht einfach faul hinsetzen/legen konnte. Aber die satten Farben sind eben einzigartig. 




Mit diesen sehnsuchtsvollen Bildern im Kopf lasse ich Euch nun alleine.

Träumt einfach vom nächsten Urlaub.

Muss ich schließlich auch, denn morgen ruft wieder die Pflicht...


Noch ein kleines Zitat möcht' ich Euch mitgeben:

Die eigentlichen Entdeckungsreisen
bestehen nicht im Kennenlernen neuer Landstriche,
sondern darin, etwas mit anderen Augen zu sehen.
 

Marcel Proust (1871-1922)




 

Donnerstag, 3. Juli 2014

Rennes-le-Chateau und die unglaubliche Geschichte?


Wie gut kennt Ihr Frankreich? Ich sehr gut, aus verschiedenen Gründen, die ich Euch vielleicht ein andermal erzählen werde.

Und trotzdem hält das Land immer wieder Überraschungen für mich bereit. Dieses Mal Rennes-le-Chateau. Sagt Euch das etwas? Ein etwas verschlafener Ort am Fuße der Pyrenäen in der Nähe von Carcassone, auf einer kleinen Anhöhe mit wundervollem Blick auf die Weidelandschaft ringsumher. Ein Idyll. Und alles duftet wurderbar nach Kräutern und wildem Ginster, der im herrlichsten Gelb sehr üppig wächst. 




Dorfidylle pur - mitten in den Pyrenäen.


Vermutlich würden sich hierher nur wenige Naturliebhaber und Ruhesuchende verirren. Es gibt jedoch eine Geschichte, die diesen Ort zum Publikumsmagneten macht. Im Jahre 1885 wurde der mittellose Priester Bérenger Saunière in dieses Nest berufen und er fand dort eine baufällige Dorfkirche vor, in der er vermutlich bei näherer Begutachtung des Altars bzw. der Krypta, einen Schatz fand. 




 Wie der Schatz aussah, darüber wird heute heftig spekuliert. Man vermutet, dass es nichts Geringeres als der Gralsschatz war (und wer Dan Brown gerne liest, wird wissen wovon ich spreche), denn es wurden viele Hinweise auf die Tempelritter gefunden, die diesen Schatz aus Jerusalem vor Jahrhunderten an diesem Ort in Frankreich versteckt haben sollen. Außerdem fand der Priester – so wird vermutet – wichtige Papyrusrollen, also Dokumente, die beweisen würden, dass das Geschlecht der Merowinger (und heutiger Habsburger) direkt von der Blutlinie Jesu abstamme. Eine gewagte Theorie...

 Und wem das jetzt zu abenteuerlich klingt: es gibt wohl mehrere altertümliche Erzählungen, denen zufolge Jesu angeblich Maria zur Frau nahm und Nachkommen zeugte. Man möge sich also vorstellen, was los wäre, wenn ein solches langgehütetes Geheimnis plötzlich an die Öffentlichkeit käme…


Fakt ist – und das ist nun wirklich belegt – dass der Priester recht kurz nach seinem Fund plötzlich zu sehr großem Reichtum kam und das gesamte Anwesen (das man in Rennes-le-Chateau so besichtigen kann, hier einige Fotos) ausbauen ließ, mit Gärten, Kirche, Türmen, Museum etc. Keiner wusste zu deuten, woher er das Geld hatte. Angeblich soll er laut Zeitzeugen, merowingische Herrscher empfangen haben. 

Hier die religiösen Stätten, die er erbauen ließ, alles noch originalgetreu erhalten.



 Der Eingangsbereich mit Gärten

 

Das heutige Museum


Hier eine Original-Wachsfigur des Priesters und seines Dienstmädchens, mit der er in einer Beziehung lebte, was im Dorf auch bekannt war.


Diese stattlichen Türme, die alle Symbolcharakter haben, hätte Bérenger Saunière nie und nimmer von seinem Verdienst bezahlen können.



Wunderschön erhaltene Bodenfliesen


Sein Wohn- und Esszimmer




Das Geheimnis nahm der Priester jedoch mit ins Grab. Man geht davon aus, dass er die Papyrusrollen und den Schatz wieder versteckt hat.

Das Ganze ist auf jeden Fall hochspannend und wenn man dort ist, noch viel interessanter, da es viel zu schauen und nachzulesen gibt. Als wir dort waren, war noch Nebensaison und fast nichts los, im Juli/August kann ich den Ort wegen des Massenandrangs nicht empfehlen… 

Sehr schade ist, dass private Ausgrabungen und Schatzsuchen strengstens verboten sind…da stehen wirklich Verbotsschilder…seufz – so schade. ;-))

Wenn Ihr mal Lust auf einen tollen Urlaub an der Grenze zwischen Frankreich und Spanien habt, dann schaut es Euch selbst an.

Vielleicht hat mein kleiner Fotoausflug ja Euer Interesse geweckt.


Sonntag, 29. Juni 2014

Sommer für Mich persönlich

Meine Lieben, ich melde mich mit einem kurzen Sommergruß zurück. Ich war ein paar Tage verreist und habe auch einiges zu Posten, aber ich komme ja gerade nicht einmal dazu, den Wäscheberg zu meistern und mich wieder auf "Alltag" zu trimmen. Klappt irgendwie nicht, bin immer noch im Urlaubsmodus. Daher heute auch nur das, was ich Euch letztens schon angekündigt habe. Antworten auf die Frage: was gehört für Mich zu einem Super-Sommer dazu? Und vielleicht auch für Euch?

1. Für mich gehört warmes bis heißes Wetter einfach dazu. Ich weiß, viele von Euch stöhnen bei Hitze, ich jedoch kann meist nicht genug davon bekommen. Einzig unangenehm, im Büro ist es auch heiß und nicht klimatisiert und ich hasse es, die Fenster zu öffnen, da der Verkehrslärm noch schlimmer ist...

2. Der Duft gemähter Wiesen, sprich Heu. Gehört für mich UNBEDINGT dazu. Das löst bei mir eine unheimliche Entspanntheit aus, weiß auch nicht wieso. Ich kann also völlig genervt sein und an einer frisch gemähten Wiese vorbeikommen und - ratzfatz - bin ich sowas von befreit!




3. Wasser: meist im Pool oder im Meer. Die blaue Farbe ist meine, türkis auch. Wasser ist mein Element. Ich habe schon sehr früh schwimmen gelernt und war schon immer eine Wasserratte. Ich liebe die Unbeschwertheit am Wasser. Leider mag ich überhaupt keine überfüllten Schwimmbäder, so dass ich da höchstens anzutreffen bin, wenn andere bereits nach Hause gehen oder wenn andere in Urlaub sind und es angenehm frei ist mit Platz zum Schwimmen.

4. Wassermelone, ist einfach mein Ding, da nicht ganz so süß. Früher hab ich noch Wassereis in rauhen Mengen gegessen, das war mein Lieblingseis, egal welche Geschmacksrichtung, aber sehr gerne das orangene oder das mit Cola. Jetzt finde ich die einfach zu süß...bäh. Eine eigene Mischung hingegen aus Fruchtsaft mag ich ganz gerne auch gefroren.

5. Das Zirpen der Grillen. Herrlich. Gehört für mich zu einem lauen Sommerabend dazu. Im Süden zirpt es natürlich noch viel lauter als bei uns, ich mag das Geräusch!


6. Barfuß gehen. Mag ich, denn ich fühle mich so mit dem Erdboden wunderbar verbunden. Mit Schuhen fehlt diese Bodenhaftung. Ich liebe es im Sand aber auch auf Steinplatten und Asphalt barfuß zu gehen. Auf Rasen auch, aber bitte nur "englischer Gofrasen" (kicher), denn sobald ich das Gefühl habe, ich könnte auf Insekten, speziell Bienen und Wespen treten, ist es aus mit dem Wohlfühlfaktor.

7. Farben genießen. Wirklich, ich kann das gut. Ich kann mich an diesem Blau gar nicht satt sehen und ich schwöre, es ist die pure Realität, das Bild wurde nicht nachbearbeitet. Ist das Blau nicht faszinierend? So geht es mir aber auch mit anderen Farben der Natur. Wie schön, dass unsere Augen all dies erfassen können, es erfüllt mich mit Dankbarkeit.


 8. Das Kleine bewundern und über das "System dahinter" staunen. Noch ein kleiner Entspannungstrick von mir. Wenn ich denke, dass mir alles zu viel wird, dass alles viel zu kompliziert
ist, schaue ich auf einen Grashalm, der sich im Wind wiegt, eine Ameise, die ihr "Alltagsgeschäft" verrichtet oder einen Käfer. Irgendetwas Winziges, das vielleicht nicht ahnt, dass es da draußen noch so viel gibt, weil die eigene Welt eben etwas "beschränkt" ist. So ist auch unsere Welt von außen betrachtet, wahrscheinlich ziemlich beschränkt.


Ich hoffe, ich habe Euch nun nicht erschlagen mit meinen Sommer-Infos. Schreibt mir doch, was für Euch unbedingt zum Sommer dazugehört...ich freue mich.

Bis bald, 



Dienstag, 17. Juni 2014

Freut ihr euch auch so auf den Sommer?

Hallo mein Lieben, kein Spätfrühling oder Frühsommer ohne Holunderblüten - und ich habe noch gar keine gepostet. Also schnell. Und dann gehts fröhlich weiter mit prallen Sommer-Naturbildern. Ach, ist das herrlich draußen! Ich bin eben ein echtes Sommerkind. Schnell den Sommer einfangen und für immer konservieren...




Letzte Holunderblütchen für dieses Jahr bei uns...




Sonne satt, Wiesen saftig, auf den Obstbäumen fangen die Früchte zu reifen an...



Die Wiese ist frisch gemäht. Es duftet ganz fein. Wenn ich nicht so viel Angst vor den Krabbeltierchen hätte, würde ich mich glatt hineinlegen...



Hier seht Ihr übrigens, dass ich mich für nächstes Jahr mit Rhabarbersamen eingedeckt habe. Habe noch nie probiert, die Pflänzchen selber zu ziehen. Hoffentlich gelingt es...




Hängerosen, ein Traum, man weiß gar nicht, wie man die Blütenpracht im Bild einfangen soll...





Und mit diesen letzten Pfingstrosen aus dem Garten möchte ich mich von Euch für heute verabschieden...



Das nächste Mal möchte ich Euch erzählen, was für mich für einen gelungenen Sommer unbedingt dazugehört....

Bleibt gesund und haltet die schönen Augenblicke fest, sie gehen immer so schnell vorbei,