Donnerstag, 3. Juli 2014

Rennes-le-Chateau und die unglaubliche Geschichte?


Wie gut kennt Ihr Frankreich? Ich sehr gut, aus verschiedenen Gründen, die ich Euch vielleicht ein andermal erzählen werde.

Und trotzdem hält das Land immer wieder Überraschungen für mich bereit. Dieses Mal Rennes-le-Chateau. Sagt Euch das etwas? Ein etwas verschlafener Ort am Fuße der Pyrenäen in der Nähe von Carcassone, auf einer kleinen Anhöhe mit wundervollem Blick auf die Weidelandschaft ringsumher. Ein Idyll. Und alles duftet wurderbar nach Kräutern und wildem Ginster, der im herrlichsten Gelb sehr üppig wächst. 




Dorfidylle pur - mitten in den Pyrenäen.


Vermutlich würden sich hierher nur wenige Naturliebhaber und Ruhesuchende verirren. Es gibt jedoch eine Geschichte, die diesen Ort zum Publikumsmagneten macht. Im Jahre 1885 wurde der mittellose Priester Bérenger Saunière in dieses Nest berufen und er fand dort eine baufällige Dorfkirche vor, in der er vermutlich bei näherer Begutachtung des Altars bzw. der Krypta, einen Schatz fand. 




 Wie der Schatz aussah, darüber wird heute heftig spekuliert. Man vermutet, dass es nichts Geringeres als der Gralsschatz war (und wer Dan Brown gerne liest, wird wissen wovon ich spreche), denn es wurden viele Hinweise auf die Tempelritter gefunden, die diesen Schatz aus Jerusalem vor Jahrhunderten an diesem Ort in Frankreich versteckt haben sollen. Außerdem fand der Priester – so wird vermutet – wichtige Papyrusrollen, also Dokumente, die beweisen würden, dass das Geschlecht der Merowinger (und heutiger Habsburger) direkt von der Blutlinie Jesu abstamme. Eine gewagte Theorie...

 Und wem das jetzt zu abenteuerlich klingt: es gibt wohl mehrere altertümliche Erzählungen, denen zufolge Jesu angeblich Maria zur Frau nahm und Nachkommen zeugte. Man möge sich also vorstellen, was los wäre, wenn ein solches langgehütetes Geheimnis plötzlich an die Öffentlichkeit käme…


Fakt ist – und das ist nun wirklich belegt – dass der Priester recht kurz nach seinem Fund plötzlich zu sehr großem Reichtum kam und das gesamte Anwesen (das man in Rennes-le-Chateau so besichtigen kann, hier einige Fotos) ausbauen ließ, mit Gärten, Kirche, Türmen, Museum etc. Keiner wusste zu deuten, woher er das Geld hatte. Angeblich soll er laut Zeitzeugen, merowingische Herrscher empfangen haben. 

Hier die religiösen Stätten, die er erbauen ließ, alles noch originalgetreu erhalten.



 Der Eingangsbereich mit Gärten

 

Das heutige Museum


Hier eine Original-Wachsfigur des Priesters und seines Dienstmädchens, mit der er in einer Beziehung lebte, was im Dorf auch bekannt war.


Diese stattlichen Türme, die alle Symbolcharakter haben, hätte Bérenger Saunière nie und nimmer von seinem Verdienst bezahlen können.



Wunderschön erhaltene Bodenfliesen


Sein Wohn- und Esszimmer




Das Geheimnis nahm der Priester jedoch mit ins Grab. Man geht davon aus, dass er die Papyrusrollen und den Schatz wieder versteckt hat.

Das Ganze ist auf jeden Fall hochspannend und wenn man dort ist, noch viel interessanter, da es viel zu schauen und nachzulesen gibt. Als wir dort waren, war noch Nebensaison und fast nichts los, im Juli/August kann ich den Ort wegen des Massenandrangs nicht empfehlen… 

Sehr schade ist, dass private Ausgrabungen und Schatzsuchen strengstens verboten sind…da stehen wirklich Verbotsschilder…seufz – so schade. ;-))

Wenn Ihr mal Lust auf einen tollen Urlaub an der Grenze zwischen Frankreich und Spanien habt, dann schaut es Euch selbst an.

Vielleicht hat mein kleiner Fotoausflug ja Euer Interesse geweckt.


Kommentare:

  1. Hallo Nina,
    das sind traumhaft schöne Aufnahmen von diesem geheimnisvollen Ort. Ganz allerliebst und zauberhaft !
    Vielen Dank für´s Zegen und liebe Grüße, Synnöve

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  2. Liebe Nina,
    eine wunderschöne Gegend ist das allemal!!! Von Carcassone hab ich ja schon gehört, von Rennes-le-Chateau bisher allerdings noch nie. Die Geschichte klingt auf jeden Fall spannend - und nachdem garantiert viele "Kirchen-Geheimnisse" existieren, kann ich mir durchaus vorstellen, dass an der Sache einiges Wahres dran ist. Vielelicht hat der Priester ja auch "Schweigegeld" vom Vatikan bekommen (?) - dort soll ja so manches Wissenswertes vor der Welt verborgen werden, weil man glaubt, die Menschheit verträgt die Wahrheit nicht... Ob es tatsächlich so ist, werden wir wohlnie erfahren...
    Dein Sommerposting habe ich übrigens ebenfalls genossen, bloß war es die letzten Tage aus technischen und zeitlichen Gründen schwierig, zu kommentieren - daher bekommst du erst heute ein paar Zeilen von mir - und mein herzliches Dankeschön zu deinem lieben Kommentar, über den ich mich sehr gefreut habe!!! ♥
    Ganz liebe rostrosige Grüße, Traude

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  3. Liebe Nina
    Ich liebe Frankreich und habe oft Fernweh nach diesem Land. Mein Mann würde das bestimmt brennend interessieren. Er liest sehr gerne Dan Brown. Die Kirche ist auf alle Fälle sehr schön.
    Herzlichst
    Gabriela

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  4. Liebe Nina,
    wunderschön und spannend. Dass Jesus mit Maria Nachkommen haben könnte ist mir auch schon zu Ohren gekommen.
    Ich höre die französische Sprache so gerne, auch wenn ich sie leider nicht verstehe.
    GLG Alex

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  5. Mein Interesse an der Gegend war schon länger vorhanden ;) Aber lieben Dank für die vielen interessanten Infos, das wusste ich nämlich noch nicht.
    Auf jeden Fall hatte ich geplant im nächsten Jahr dort in der Gegend einen längeren Urlaub zu verbringen, kommt ganz darauf an wie mein Leben bis dahin verläuft. Aber ich freue mich darauf :)

    Liebe Grüße,
    Sandra

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  6. Ich merke schon, ich kenne viel zu wenig von Frankreich!
    Liebe Grüße,
    Markus

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  7. Liebe Nina,
    danke für diesen wirklich interessanten Bericht und vor allem die vielen Fotos. Das bekommt man ja in keinem Reiseführer und sonst auch nicht so ausführlich. So bekommt ja schon einen sehr guten Eindruck. Ich mag geheimnissumwitterte Gegenden :-) Am meisten begeistert mich in diesem Post allerdings die Blütenbodenfliese. Wunderschön und eine Inspiration!!!!!!!!!!!!!!!! Frankreich kenne ich viel zu wenig, war noch nicht einmal in Paris, es ist halt so, man krebst gerne dort herum, wo es einen hinzieht und dann wieder bedaure ich es, dass ich manche Gegenden so gar nicht kenne...
    Liebe Grüße
    Elisabeth

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  8. Hallo Nina,

    Oohh dein Bericht ist soo interresant und lesenswert,auch die Bilder sind klasse,da bekommt man ja richtig lust auf Frankreich und Carcasonne und Rennes chatue,was sich übrigens köstlich anhört,hihi :-)
    Ich liebe frankreich auch,die gelben Felder,der duft nach würzigen kräutern,Sonne,Meer,ein Genuß :-)
    auch deinen Sommerbericht habe ich mit freude genossen,ich mag übrigens auch sehr gern frisch gemähtes Gras,das entspannt mich total :-)
    auch wenn ich zur zeit wenig zum kommentieren komme,das wetter ist soo schöön,und wir sind nur unterwegs,mache ich mir doch die mühe alles genau zu lesen.
    hab noch einen herrlichen a bend.liebe Nina,und danke für dein nettes kommentar,ich freu mich sehr :-)

    GLG Jeannette

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  9. Oh vielen Dank liebe Nina,
    da fühlt man sich fast wie in eine andere Zeit zurück versetzt bzw. ob die Zeit stehen geblieben wäre.
    Wunderschöne Aufnahmen!
    Ich würde so gerne einemal nach Frankreich reisen.
    Sei herzlich gegrüsst,
    Brigitte

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