Dienstag, 20. Januar 2015

Zuckereien zum Abwinken

Vielen vielen Dank für die lieben Kommentare und Ermutigungen so weiterzumachen! Das mache ich dann auch gleich… 

Ich bin nicht so sehr für gekaufte Süßigkeiten zu haben, ich weiß nicht, wie es Euch geht. Das heißt nicht, dass ich nichts Süßes mag (im Gegenteil), aber ich habe gerne die Kontrolle über die Masse an Zucker, die in einer Leckerei enthalten ist. Und das hat man bei diesen fertig-Schokoriegeln, Gummitierchen (auch wenn sie sauer schmecken) ja leider nicht. Deshalb backe ich gerne was Eigenes und stelle immer wieder fest, dass weniger Zucker uns allen guttut und das fertige Produkt, seien es nun Kekse, CupCakes oder sonst etwas, mehr an Qualität und Geschmack gewinnen, wenn sie nicht so quietsch-süß ist. 
 

Als ich neulich bei einer Besichtigung der Arbeitsabläufe einer Schokoladenfabrik dabei war (welche Schoko das war, möchte ich jetzt nicht sagen, aber sehr bekannt) und sah, wie viel Zucker in so einem Schokoriegel drinsteckt, da hat es mich richtig geschüttelt und angewidert. Mit so etwas werden unsere Geschmacksnerven schon seit Kindheitstagen vergewaltigt. In einer 100 g Vollmilch-Schokolade ist mehr als HÄLFTE, also 54g Zucker enthalten. Jetzt nochmal zum Mitschreiben.

Ein Würfelzucker hat 3g. 

54g Zucker sind enthalten. Möchte man jetzt wissen, wie viel Stück Würfelzucker das sind, um eine bessere Vorstellung zu haben:

54 : 3 = 18  Stück Würfelzucker!!!

 
Jetzt noch konkreter:

Bekannter Kinderriegel mit dem abgebildeten Jungengesicht (ihr wisst schon) ist 21g schwer und enthät 12g Zucker. Man hat ihn mit zwei Mal abbeißen verschlungen, in Null Komma nix sozusagen…

Das sind ganze 4 Würfelzucker!!! Und mal ehrlich, keiner von uns würde sich einfach so 4 pure Würfelzucker reinschieben!

Mein Kollege, der ungefähr 5 Riegel am Tag isst (aber rank und schlank und sportlich ist), hat mich neulich gefragt, warum Zucker eigentlich immer verteufelt wird, wo man doch gar nicht weiß, ob er wirklich so schädlich ist, dass wir davon krank werden.

Die Meinung, dass Zucker „nur“ dick und schlechte Zähne macht, ist weit verbreitet. Als Schlanker bedenkt man kaum, dass zu viel Zucker Diabetes Typ II begünstigt, das ist wissenschaftlich bewiesen. Auch wissenschaftlich bewiesen ist, dass Tumorzellen Zucker lieben und deren Wachstum dadurch angekurbelt werden kann.
Die Darmflora leidet unter Zucker, den der gärt im Darm und erzeugt Alkohol und Gase und gibt schädlichen Darmpilzen idealen Nährboden. DAS habe ich dem Kollegen so genau nicht gesagt, denn er wollte es auch nicht hören und gerne weiteressen – soll er auch – ich will ja kein Moralapostel sein.



Trotzdem finde ich es wichtig, sich das Ganze mal bewusst zu machen.

Und komisch – seit wir zuckerreduziert leben, haben wir auch immer seltener Heißhunger darauf. Ein Glas Cola kann ich heute nicht mehr pur trinken, da schüttelt es mich. Wenn ich Cola trinke, dann nur mit ordentlich viel Mineralwasser verdünnt…




Wie ist Eure Einstellung zu Zucker? Schaut Ihr bei Produkten im Supermarkt auf den Zuckergehalt oder greift ihr auch bei den Fertig-Süßigkeiten gerne zu? Auf meinem Blog herrscht absolute Meinungsfreiheit und null Be- oder Verurteilung, jeder so wie er mag.  :-)



Kommentare:

  1. Liebe Nina,

    ja, das mit der Zuckerfalle ist wirklich schlimm. Ich finde auch dass gerade auch in Lebensmitteln wo man es gar nicht vermutet auch so viel Zucker drin ist. Ich versuche hier auch mit dem Zucker sparsam umzugehen, was aber nicht immer einfach ist :-(. Wenn mir ganz arg nach etwas Süßem ist dann esse ich ein Stückchen Schokolade aber nur von der guten mit 70%igen Kakao, ganz ohne geht es halt manchmal einfach nicht. Ich finde es gut dass Du darüber einen Post geschrieben hast.

    Herzliche Grüße
    Kerstin

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  2. Ich bin generell kein "süßer" Mensch und mag Zucker nicht übermäßig gerne

    Liebste Grüße zu dir :-)

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