Mittwoch, 25. Januar 2017

Neue Fenster - Ärger ohne Ende?

Nun ja, wie es so ist, möchte man es sich im neuen Heim so schön wie möglich machen. Dazu gehören auch neue Fenster. Dachte ich. Seit letzter Woche wissen wir, dass das nicht selbstverständlich ist.

Die lieben Handwerker kamen am besagten Morgen und schauten sich erst einmal mit großen Augen um, was sie denn tun sollten....Der Chef hatte sie wohl nur unzureichend informiert.
Dann losgelegt...das Ausbauen der alten Fenster hat auch ziemlich gedauert, neue dann eingesetzt....ach, das Dichtband links und rechts der Fenster ist zu schmal... und diese Bänder müssen sich erst ausdehnen (bei Wärme!), um komplett abzudichten. Welch Überraschung. Und das bei unter -10°C?

Nun ja, wir wussten zwar, dass die Räume komplett auskühlen, wenn man Fenster im Winter tauscht. Logisch (aber trotz Schnapsidee). Dachten aber, dass wenn die neuen Fenster drin sind, alles schnell wieder warm wird. Theoretisch stimmt das auch. Da aber eben die Temperaturen erst steigen müssen, damit sich die Bänder ausdehnen, war es erstmal zugig wie ein gekipptes Fenster. Hat uns keiner gesagt....

Also haben wir jetzt erst mal alle Arbeiten unterbrochen und vertagt. Neuer Versuch Ende nächster Woche, wenn's vielleicht irgendwann mal wärmer wird. VIELLEÍCHT.
Außerdem sind auch noch einige andere Mängel beim Einbau zu beanstanden. Dabei haben wir nicht irgendeinen Fensterbauer genommen, sondern einen kompetenten Fachbetrieb der Region.

Ich freue mich auf Zeiten (in ferner Zukunft) mit irgendwann dichten Fenstern und einer behaglichen Atmosphäre. ;-)

Die letzte Woche war also nicht optimal und ich hasse es, Handwerker beaufsichtigen und manchmal immer kritisieren zu müssen....dafür bin ich echt nicht geeignet, aber schließlich geht's wie so oft ums liebe Geld.


Übrigens sind wir in der Zwischenzeit wild am Streichen der Holzbalkendecke. Was ein schönes strahlendes weiß so alles bewirkt. Wahnsinn. Ich mag zwar auch Naturholz, aber wenn es mit der Zeit abdunkelt wirkt alles sehr düster, das wollen wir uns nicht antun. Daher wird's schick weiß.

Leider sind die Bauarbeiten noch lange nicht zu Ende. Es bleibt also megaspannend....




Kommentare:

  1. bin über den gegensatz von "harmonie-pur" und "ärger" hier reingestolpert.....
    :-)
    dichtstreifen müssen sich ausdehnen??? hab ich ja noch nie gehört! nehme an die abgebildeten fenster sind nicht eure....jedenfalls: als wir diesen sommer (haha!) unser küchenfenster erneuert haben - mit einem hundert jahre altem fenster aus 2.hand - da hat der bahnwärter es mit 4 langen schrauben am gewände befestigt und dann den zwischenraum verputzt..... jetzt steht der eisige westwind drauf - alles dicht.........
    xxx

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    1. Liebe Beate, schön, dass du hergefunden hast. Du hast ganz recht -im Moment ist es hier wenig harmonisch ;-) Und die abgebildeten Fenster sind nicht unsere.
      Die Fenster werden nun anscheinend nach RAL montiert, d.h. erst geschraubt wie du auch schreibst und dann kommt zwischen Fensterrahmen und Wand kommt ein Dichtungsschaumband, das sich erst mit der Zeit ausdehnt, am besten bei Wärme. Ich bin kein Spezialist, aber so wird es hier jetzt überall praktiziert. Verputzt wird dann immer noch. Noch bin ich sehr skeptisch, aber ich werde berichten...

      Liebe Grüße
      Nina

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  2. Liebe Nina,

    ja das klingt wirklich nicht sehr harmonisch - ich kenne Frust mit Handwerkern auch recht gut und bin froh, dass wir das jetzt mal eine Weile hinter uns gebracht haben. (Hoffe ich jedenfalls) Die Fenstergeschichte, die Beate angesprochen hat, kenne ich übrigens, denn ich habe die Originalfenster gesehen, als wir bei ihnen auf Besuch waren - die Bahnwärter hatten wirklich großes, großes Glück, dass sie perfekt passende Fenster via Anzeige gefunden haben. Und sie sind außerdem beide in der Lage, diese Dinge selber zu machen - das erspart viel Handwerkerfrust, macht aber natürlich auch viel Arbeit.
    Glaube ich dir gern, dass Deckenbalken in Weiß einen Raum gleich freundlicher aussehen lassen!
    Deinen Kommentar habe ich bei mir - direkt darunter - beantwortet - danke dafür!

    Ganz herzliche rostrosige Grüße, Traude
    http://rostrose.blogspot.co.at/2017/01/russisches-wintermarchen-teil-2.html

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  3. Ja Traude, wir mutieren auch so langsam zu Handwerkern, obwohl wir damit bisher nicht in Berührung kamen. Aber wie du sagst, wenn man viel selbst macht, erspart es Handwerkerfrust und wenn etwas nicht so klappt wie vorgesehen, kann man sich über sich selbst ärgern ;-).

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    1. Sich gar nicht zu ärgern wäre natürlich die noch bessere Methode ;-) Also ich habe festgestellt, dass wir unsere eigenen Fehler durchaus locker weggesteckt haben - die etwas krumme Mauer im Keller zum Beispiel - wir konnten es halt nicht besser und sie hält immerhin und erfüllt ihren Zweck. Gekostet hat sie auch nichts weiter als Zeit und Material. Wenn man hingegen von Handwerkern eine krumme Mauer bekommt (was durchaus vorkommt), macht das doch ziemlich grantig...
      Dank dir auch sehr für deinen Kommentar zu meiner Antwort! Die Sache mit den Arbeitsplätzen im Ausland ist für mich eigentlich nur der zweitwichtigste Aspekt - viel wichtiger ist es, dass man durch seine Reisen zeigt, dass man an möglichst intakter Natur interessiert ist. Wenn keiner mehr Elefanten, Regenwälder, schöne Strände, Buckelwale oder was weiß ich sehen möchte, dann achtet in den entsprechenden Ländern auch niemand mehr darauf, dass diese Tiere oder Naturreservate erhalten bleiben. Wenn kein Geld mit Tourismus zu verdienen ist, dann verdient man es eben mit Elfenbein oder Tropenhölzern. Das passiert zwar leider durchaus auch jetzt, aber die Regierungen sind dennoch stärker an der Erhaltugn der Natur interessiert als ohne touristisches Interesse...
      Hab einen schönen Sonntag!
      Herzlichst, die Traude
      http://rostrose.blogspot.co.at/2017/01/namibia-teil-7-hohenstein-lodge-bulls.html

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    2. Auch wir hatten eine krumme Mauer - aber das Fenster wurde "gerade" eingebaut - was eine ziemlich interessante Mischung ergibt...;-)
      Das glaube ich gern, dass der Tourismus einiges an Erhaltungsmaßnahmen bewirkt. Nur schade, dass die Länder in erster Linie auf den Tourismus als Geldquelle angewiesen sind und es nur schwer schaffen, eine Industrie aufzubauen, die sie unabhängiger macht.

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  4. Hoffentlich ist es bei euch wieder etwas "harmonischer geworden". Ja, das mit den Handwerkern ist so eine Sache..., da hört man allerhand, auch hier in der Schweiz.
    Wünsche dir weiterhin viel Glück
    Liebe Grüße
    Silvana

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    1. Liebe Silvana, ja, es ist wieder harmonischer geworden, der nächste Ärger kommt aber bestimmt - oder wir machen jetzt immer mehr selbst. Dann können wir uns selbst ans Schienbein treten. ;-)

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